Die Injektion erfolgt unter strengen sterilen Bedingungen, damit keine Keime in das Gelenk gelangen können. Bei kleineren Gelenken wie Finger oder Zehen, sollte man sicherheitshalber unter Röntgendurchleuchtung spritzen, da dadurch das Gelenk sichtbar gemacht werden kann und das Medikament sicher ausschließlich in das Gelenk gelangt. Hingegen wird beim Kniegelenk erst nach vorheriger Ultraschalluntersuchung punktiert.
Die betroffene Hautstelle wird nach ausgiebiger Desinfektion noch mit einem Vereisungsspray gekühlt. Dies ist sinnvoll, damit der Patient den Einstich der Nadel nicht spürt. Zunächst wird das darunter liegende Gewebe mit einem lokalen Betäubungsmittel betäubt und anschließend die Nadel in das Gelenk vorgeschoben. Die Gelenkflüssigkeit wird abpunktiert und das entsprechende Medikament injiziert. Nach der Spritze sollte das Gelenk die nächsten 24 Stunden nicht bewegt werden, da die körperliche Schonung nach einer Gelenkinjektion nachweislich den Effekt der Behandlung verbessert.
In der Regel sind Gelenkinjektionen, insbesondere in das Knie- oder Hüftgelenk, nicht schmerzhafter als eine Injektion in den Gesäßmuskel.