Ambulante Operationen


Was ist eine ambulante Operation?

Eine ambulante Operation ist ein Eingriff, zu dem keine Aufnahme des Patienten auf eine Krankenhausstation notwendig ist. Der Patient kann nach einer ambulanten Operation also unmittelbar oder nach wenigen Stunden nach Hause gehen. Auch in der Orthopädie können viele Operationen unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden. Ambulantes Operieren ist besonders geeignet für kleinere Eingriffe. Ausgedehnte oder komplizierte Operationen müssen dagegen stationär operiert werden. Der Zustand des Patienten spielt bei der Wahl der OP-Bedingungen ebenfalls eine Rolle.

Welche Operationen können unter ambulanten Bedingungen durchgeführt werden?

Prinzipiell ist eine ambulante Durchführung eher bei kleinen bis mittelgroßen Operationen möglich. Dagegen ist es bei großen oder schwierigen Eingriffen sinnvoll, sie unter stationären Bedingungen ablaufen zu lassen. Im Einzelfall wägt der Arzt ab, ob eine ambulante oder eine stationäre Operation durchgeführt werden soll.

In der Orthopädie kommen unter anderem folgende Operationen dafür in Frage, sie ambulant vorzunehmen:

  • Operationen mittels Gelenkspiegelung (Arthroskopie)

    • am Knie: z. B. Meniskusresektion (Teilentfernung des Meniskus), Meniskusfixation (Befestigung des Meniskus), Knorpelglättung, Kreuzband-Operation, Operationen an der Kniescheibe (Patella)
    • am Schultergelenk: z. B. Entfernung von Kalkablagerungen bei Kalkschulter, Erweiterungs-Operation bei Impingement (Engpasssyndrom), Knorpelbehandlung
    • am Ellenbogen
    • am Sprunggelenk

  • Operationen bei unkomplizierten Knochenbrüchen
  • Entfernung von Metallteilen (Schrauben, Platten, Nägel, Drähte) nach Knochenbruch-Operationen
  • Naht von Bändern
  • Korrekturoperation bei Hallux valgus (schief stehende große Zehe) und Hammerzehe
  • Operationen am Fußballen
  • Operation bei Tennisarm und Golferellenbogen (beides schmerzhafte Sehnenentzündungen am Ellenbogen nach Überlastungen)
  • Operationen an der Hand und am Handgelenk, z. B. Operation bei Karpaltunnelsyndrom (Einengung des Median-Nervs) oder Operation bei Dupuytren-Erkrankung (Bindegewebsverhärtung an der Handfläche)
  • Kleine Eingriffe an der Wirbelsäule

Nicht nur die Art und der Umfang der Operation selbst ist entscheidend, ob eine ambulante Operation durchgeführt werden kann. So sollten bestimmte Patienten für Operationen stationär aufgenommen werden, z. B. wenn sie in schlechter körperlicher Verfassung sind oder an einer schweren Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden.

Des Weiteren kann eine ambulante Operation nur stattfinden, wenn eine ausreichende Versorgung des Patienten (durch den niedergelassenen Arzt, anfangs oft auch durch die Klinik) gewährleistet ist.


Ambulante Operation - Ablauf »

Letzte Aktualisierung am 13.08.2009.

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