Bei der Arthroskopie (Gelenkspiegelung) wird ein optisches Instrument verwendet, das in die Gelenkhöhle eingeführt wird. Ein solches Gerät wird Endoskop genannt, speziell hier auch Arthroskop. Es besteht aus einer Lichtquelle und einer kleinen Kamera, die Bilder an einen Monitor weitergibt. Der Arzt kann so die Strukturen im Inneren des Gelenks sehen und beurteilen. Für eine Operation mittels Gelenkspiegelung müssen weitere Instrumente in die Gelenkhöhle eingeführt werden. Unter Sicht kann der Arzt die erforderlichen Maßnahmen durchführen.
Vor einem Eingriff durch arthroskopische Chirurgie müssen Medikamente wie Aspirin® oder Marcumar® abgesetzt werden, falls diese vom Patienten eingenommen werden. Dies erfolgt aber immer in Rücksprache mit dem Arzt.
Die Arthroskopie kann in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose vorgenommen werden. Der Operateur führt erst eine Kanüle in das Gelenk ein, um eine sterile Flüssigkeit einzuspritzen. Dann kann ein kleiner Schnitt erfolgen, über den das Arthroskop (Betrachtungsgerät) eingeschoben wird. Der Arzt betrachtet das Gelenkinnere auf dem Monitor und beurteilt es. Dann werden über weitere kleine Öffnungen die erforderlichen Operationsinstrumente (z. B. Zangen, Scheren, Nahtmaterial, Spülschläuche oder auch Lasergeräte) eingeführt. Nach den erfolgten Maßnahmen werden die Instrumente herausgezogen und die Schnitte zugenäht.