Wie vor jeder anderen Operation erfolgt eine Befragung des Patienten (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung mit Schwerpunkt auf den erkrankten Bereich. Vor der computergestützten Chirurgie wird jedoch das zu operierende Gewebe sehr genau vermessen.
In der Regel geschieht dies mit einer Computertomographie (CT). Die Daten stehen dem Computersystem dann zur Operation zur Verfügung. Als Vorbereitung muss der Arzt den Eingriff dann genau planen. Es gibt allerdings bereits Systeme, die ohne die vorherige Messung auskommen und sie z. B. durch Infrarotverfahren innerhalb der Operation vornehmen.
Wie läuft eine computerassistierte Operation ab?
Die Vorgehensweise ist bei jeder Art der computergestützten Operation anders. Es bestehen jedoch grundlegende Ähnlichkeiten. Die Haut und das über dem Operationsgebiet liegende Gewebe wird aufgeschnitten, um einen Zugang zu schaffen. Es ist auch eine Operation durch kleine Öffnungen möglich, indem ein feines optisches Gerät verwendet wird (Endoskopie). Eine speziell in der Orthopädie oft vorgenommene endoskopische Operation ist die chirurgische Gelenkspiegelung (Arthroskopie).
Bei der computerassistierten Variante einer Operation wird oftmals eine Vorrichtung angelegt, die der Führung des Instruments dient. Dann wird die anhand der Messdaten gesteuerte eigentliche Maßnahme durchgeführt. Der Roboter, mit dem die Operation erfolgt, erkennt Strukturen meist mit einer Infrarotkamera. Nach der computerunterstützten Aktion folgen gelegentlich noch weitere Maßnahmen durch den Arzt. Der Arzt vernäht auch das Gewebe und die Haut.
Letzte Aktualisierung am 13.08.2009.