Wie bei praktisch jeder Operation können Komplikationen auftreten, z. B. Blutungen, Nachblutungen und Blutergüsse, Infektionen, Wundheilungsstörungen sowie störende Vernarbungen. Körpereigene Strukturen im Operationsbereich können in Mitleidenschaft gezogen werden. Wird ein Nerv beschädigt, können daraus Lähmungserscheinungen oder Gefühlsstörungen resultieren. Bisweilen kann das Kunstgelenk instabil werden. Durch die Prothese kann es zu Abnutzungserscheinungen anderer Körperteile kommen.
Die Erfolgsaussichten sind je nach dem Gelenk unterschiedlich. Allgemein kann eine Prothese oftmals einen guten Gelenkersatz darstellen. Häufig verschwinden die Schmerzen, und die Beweglichkeit kann in ausreichendem Ausmaß wiederhergestellt werden. Die mittlere Lebensdauer unterscheidet sich jedoch. Ein künstliches Schultergelenk kann z. B. eher länger halten (bis zu 15 Jahren und mehr), während ein künstliches Fingergelenk oft schon nach 5 Jahren nicht mehr optimal funktionstüchtig ist. Bei stärkerer Abnutzung und Lockerung ist meist eine Wiederholungsoperation angezeigt. Um den Zeitpunkt hinauszuzögern, sollte der Patient schonend mit seinem Kunstgelenk umgehen.
Oftmals kann bei der jeweiligen Krankheit oder Verletzung auch auf eine Endoprothese verzichtet werden. Andere Behandlungsmethoden können vor allem die Gabe von Medikamenten, Krankengymnastik und Ruhigstellung darstellen. Operationen ohne Einbau einer Prothese können ebenfalls von Nutzen sein. Insbesondere das Handgelenk oder ein Fingergelenk können auch operativ versteift werden (Arthrodese).