Anzeige

Handchirurgie - Behandlungmethoden


Welche Untersuchungen werden vor einer Operation in der Handchirurgie durchgeführt?

Trotz der vielen Krankheitsbilder an der Hand ist der grundsätzliche Untersuchungsgang bei den jeweiligen Fällen ähnlich. Zunächst befragt der Patient den Arzt (Anamnese), dann erfolgt eine Untersuchung der Hand, des Arms und anderer Körperteile.

In den meisten Fällen bringen bildgebende Verfahren wie Röntgen, Ultraschall, Computertomographie (CT) und Kernspintomographie (Magnetresonanztomographie, MRT) wertvolle Informationen über die Krankheit oder Verletzung. Die bildgebenden Untersuchungen werden auch im Hinblick auf die Operationsplanung durchgeführt. Eine Blutuntersuchung wird häufig vor einer Operation vorgenommen. Bisweilen können weitere Untersuchungen erforderlich sein.


Welche Möglichkeiten der Handchirurgie gibt es?

So verschiedenartig wie die Erkrankungen im Handbereich sind auch die möglichen Behandlungsmethoden in der Handchirurgie. Bei vielen Krankheiten oder Verletzungen ist eine nichtoperative Therapie ausreichend. Das Hauptaugenmerk der Handchirurgie liegt aber auf den Operationen.

Konservative Therapie

Zu den möglichen nichtoperativen Maßnahmen zählen unter anderem die Schonung und Ruhigstellung (z. B. im straffen Verband oder Gips), Kühlung sowie Bewegungstherapie. Medikamente können verabreicht werden, um den Heilungsverlauf zu unterstützen und die Schmerzen zu lindern.

Operation

Operationen an Hand und Arm können je nach Umfang in örtlicher Betäubung oder in Narkose erfolgen. Möglich sind eine offene Operation und häufig auch eine endoskopische Operation. Bei letzterer werden nur kleine Zugänge geschaffen, über die ein feines optisches Gerät (Endoskop) sowie die Operationsinstrumente geschoben werden. Der Operateur kann auf einem Monitor in das Operationsgebiet blicken. Eine Sonderform ist die Gelenkspiegelung (Arthroskopie), bei der auch Operationsmaßnahmen durchgeführt werden können.

Verschiedenste Aktionen können bei den Operationen durchgeführt werden. Geschädigte oder störende Gewebestrukturen können entfernt werden, z. B. veränderte Gelenkanteile bei Arthrose oder bei Rheuma, Tumore, verhärtetes Bindegewebe (Dupuytren-Kontraktur) oder abgestorbene Bereiche (Nekrosen). Bei einer Einengung (Kompression) von Nerven oder Sehnen wird die störende Umhüllung aufgetrennt. Bei einer Fehlstellung können z. B. Knochenanteile herausoperiert werden, um eine regelrechte Position zu erreichen. Manchmal ist eine Verlagerung von Gewebe (z. B. Sehnen) erforderlich. Bei schweren Gelenkschäden kann eine Operation zum Einsatz einer Gelenkprothese notwendig werden.

Ebenso kann in anderen Fällen eine Gelenkversteifung (Arthrodese) durchgeführt werden, indem Gelenkstrukturen entfernt werden und die Knochen mit Fremdmaterial (Schrauben, Platten) aneinander befestigt werden. Bei einem Knochenbruch werden die Bruchstücke in die richtige Position gebracht und meist ebenfalls mit Schrauben und Plättchen zusammengefügt. Bei Knorpelverletzungen, Bänderrissen oder Sehnenrissen erfolgt eine operative Naht. Gegebenenfalls muss auch Gewebe aus anderen Körperbereichen übertragen werden, vor allem Knochen, Bandstrukturen oder Knorpel.


« Handchirurgie - Anwendung Handchirurgie - Komplikationen und Erfolg »

Letzte Aktualisierung am 13.08.2009.

Operative Eingriffe

Operative Eingriffe

Orthopäde für Handchirurgie
Blickpunkt: Behandlungen
Anzeige
Neuigkeiten
Sport: Zwischen Gesundheitsbewusstsein und Sucht
Sport: Zwischen Gesundheitsbewusstsein und Sucht

Sport sollte engagiert, aber maßvoll betrieben werden: „Bewegung ist gesund!", sagen die Einen, „Sport ist Mord!", die Anderen. Wirklich falsch ist keine der beiden Aussagen. Zunächst ... »

Wenn Hände und Füße einschlafen
Wenn Hände und Füße einschlafen

In der Regel harmlos, kann das Taubheitsgefühl auch Anzeichen einer Erkrankung sein: Was hat es zu bedeuten, wenn Hände und/oder Füße „einschlafen", also sich dort ein plötzliches Taubheitsgefühl ... »

Nackenschmerzen ade!
Nackenschmerzen ade!

Muskelverspannungen können Anzeichen für Magnesiummangel sein: Die meisten Menschen hatten wohl schon mindestens einmal in ihrem Leben mit Nackenschmerzen zu kämpfen. Die Verkrampfungen und Verspannungen im ... »

Flip-Flops: schick und schädlich?
Flip-Flops: schick und schädlich?

Ständiges Tragen kann zu Schmerzen in Gelenken, Beinen und Füßen führen: Flip-Flops sind zweifellos in Mode. Geht man an mehr oder weniger warmen Tagen durch die Straßen, am Strand entlang oder wo sonst noch Menschen ... »

Vitamin D für gesunde Knochen
Vitamin D für gesunde Knochen

Der Vitamin-D-Tagesbedarf steigt im Alter an: Vitamine sind gesund und wichtig für den Körper. So viel wissen inzwischen wohl die meisten Menschen - und doch besteht bei vielen eine ... »

Anzeige