Durch die Operation kann es zu Blutungen, Nachblutungen und Blutergüssen kommen. Schmerzen und Schwellungen verschwinden meist relativ schnell. Infektionen sind möglich, Narben können entstehen. Gewebestrukturen im Operationsbereich können beschädigt werden, beispielsweise können Nerven durchtrennt werden, und es kann zu Lähmungen oder Gefühlsstörungen kommen. Die Prothese kann sich unter Umständen schon nach kürzerer Zeit lockern oder abnutzen. Ebenso können an körpereigenen Anteilen Abnutzungserscheinungen oder mechanische Probleme auftreten.
Ein künstliches Hüftgelenk kann meist operativ eingesetzt werden, ohne dass gravierende Probleme auftreten. Die Hüftprothese sorgt in der Regel dafür, dass die Schmerzen verschwinden und eine gute Beweglichkeit im Gelenk erreicht werden kann. Es kann eine mehr oder weniger lange Zeit dauern, bis das Hüftgelenk wieder voll funktionsfähig ist. In manchen Fällen können Komplikationen auftreten, welche dazu führen können, dass das Ergebnis nicht den Anforderungen entspricht. Die Hüftprothese hält im Durchschnitt ungefähr 15 Jahre und muss gegebenenfalls in einer erneuten Operation ausgewechselt werden. Die Lebensdauer des Gelenkersatzes kann jedoch erheblich schwanken. Um die Funktionstüchtigkeit der Prothese möglichst lange zu erhalten, sollte der Patient zu starke Belastungen auf das Hüftgelenk meiden.
Ein Gelenkverschleiß in der Hüfte (Coxarthrose) bedeutet nicht gleich, dass eine Hüftprothese eingearbeitet werden muss. In vielen Fällen kann eine Arthrose auch mit anderen Methoden wie einer Gabe von Medikamenten, einer Ruhelagerung oder gezielter Krankengymnastik behandelt werden. Zudem kann schon eine Verminderung einer Belastung durch ungeeigneten Sport oder durch ein zu hohes Körpergewicht einen Rückgang der Arthrose bewirken.