Anfangs erfolgt eine Patientenbefragung (Anamnese) und eine körperliche Untersuchung. Der Arzt wendet verschiedene Handgriffe an, um die Beweglichkeit des Hüftgelenks zu testen. Spezielle Messungen werden durchgeführt, heutzutage meist mit computergesteuerten Verfahren. Zu den Untersuchungen gehören bildgebende Verfahren, normalerweise Röntgen, bisweilen auch Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Kernspintomographie (Magnetresonanz-Tomographie, MRT). Je nach der Erkrankung können diverse weitere Untersuchungen erforderlich sein.
Medikamente zur Blutgerinnungshemmung (z. B. Marcumar® oder Aspirin®) müssen meist abgesetzt werden, was aber mit dem Arzt besprochen wird.
Die Operation zum Hüftgelenksersatz wird in Vollnarkose oder auch in Regionalanästhesie (Schmerzausschaltung größerer Anteile des Körpers) durchgeführt. Durch einen Hautschnitt verschafft sich der Operateur einen Zugang zum Hüftgelenk. Der natürliche Hüftkopf und der Oberschenkelhals werden herausoperiert. Die Gelenkpfanne wird ausgefräst, um die andere Seite der Prothese dort gut einfügen zu können. Dann wird die Prothese eingebracht. Gegebenenfalls wird sie mit Knochenzement befestigt. Meist wird eine Wunddrainage in das Gebiet eingelegt. Die Haut wird vernäht, ein Verband angelegt.
Nach dem Eingriff erfolgen Verbandswechsel und Nachuntersuchungen. Der Patient sollte die operierte Hüfte schonen. Die anderen Gelenke sollten regelmäßig bewegt werden. Zu diesem Zweck kann Krankengymnastik von Nutzen sein. Für eine gewisse Zeit müssen meist Gehhilfen benutzt werden. Patienten mit einer Hüftprothese sollten zu große Belastungen (z. B. Tragen schwerer Gegenstände) meiden. Das künstliche Hüftgelenk sollte auch nicht durch zu weite Bewegungen belastet werden. Daher sind bestimmte Sportarten nicht für Personen mit künstlichen Hüftgelenken geeignet, während andere sportliche Betätigungen wiederum unbedenklich sind. Negativ auf den Hüftersatz auswirken können sich beispielsweise Sportarten mit stärkeren Drehbewegungen.