Einige Nachuntersuchungen sowie Verbandswechsel erfolgen. Das Gelenk kann schon nach kurzer Zeit allmählich mehr bewegt werden. Gehhilfen, Krankengymnastik und Bewegungsübungen können angezeigt sein. Eine Reha-Behandlung ist oft sinnvoll. Ein Patient mit künstlichem Kniegelenk muss sich körperlich schonen. So können beispielsweise einige Sportarten nicht ausgeübt werden, wohingegen andere Sportarten unproblematisch sind. Zu starke Belastungen (z. B. Tragen von großen Gewichten) sollten in jedem Fall vermieden werden.
Die Operation zum Kniegelenksersatz läuft meist ohne gravierende Probleme ab. In vielen Fällen kann eine gute Beweglichkeit im Knie sowie eine Schmerzfreiheit erreicht werden. Bis sich das Endergebnis zeigt, kann es einige Zeit dauern. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass das Ergebnis dennoch unzufriedenstellend ist. Die Haltbarkeit des künstlichen Kniegelenks beträgt durchschnittlich ungefähr 15 Jahre, es kann jedoch auch erheblich länger halten oder aber schon wesentlich früher abnutzen oder sich lockern. Um das Kunstgelenk zu schonen und eine Wiederholungsoperation hinauszuzögern, sollten erhebliche Belastungen vermieden werden.
Bei Kniearthrose, Knieverletzungen und ähnlichen Erkrankungen kann auch oft auf eine Knieprothese verzichtet werden. In vielen Fällen sind Medikamente, Krankengymnastik und Gelenkschonung als Behandlung ausreichend. Auch andere Operationen ohne Einsatz einer Prothese können durchgeführt werden, z. B. eine therapeutische Kniespiegelung (Arthroskopie) oder bei Beinfehlstellungen eine Umstellungsoperation.