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Knochen - Komplikationen und Erfolg


Welche Komplikationen können auftreten?

Bei der Operation bestehen allgemeine Risiken, z. B. sind Blutungen, Nachblutungen, Blutergüsse, Infektionen, Wundheilungsprobleme und Narben möglich. Blutgerinnsel können entstehen. Körperstrukturen der Umgebung können geschädigt werden. Nerven können unter Umständen durchtrennt werden, was zu Taubheitsgefühl und Lähmungen führen kann.

In der Zeit nach der Operation können zum Teil starke Schmerzen bestehen. Der Knochen kann durch den Eingriff instabil werden, wenn sich der Knochen nicht ausreichend neu bildet, was am Bein unter Umständen das Laufen unmöglich machen kann. Die Korrektur der Länge kann zu stark oder zu gering ausfallen. Wird ein Fixateur externe (äußerer Spanner) angelegt, so bestehen kleine offene Wunden an der Haut, bei denen ein Infektionsrisiko gegeben ist.


Verhaltenshinweise nach der Verlängerungsoperation am Knochen

Mit der eingearbeiteten Vorrichtung wird der Knochen im Laufe der Zeit so weit verlängert, bis das gewünschte Ausmaß erreicht ist. Der Patient wird vom Arzt über den Umgang mit der Apparatur unterrichtet. Nach der eigentlichen Verlängerung bleibt die Struktur noch für einige Zeit am beziehungsweise im Körper, um den Knochen stabil zu halten. Die Struktur muss meist ein halbes bis zwei Jahre belassen werden. Später ist eine Operation zur Entfernung des Fixateurs oder des Marknagels erforderlich.

Nach der operativen Anlage des Fixateurs oder des Marknagels sollte der Patient das behandelte Bein oder den behandelten Arm schonen, da sich der Knochen erst neu bilden muss. Eine angemessene Krankengymnastik ist notwendig. Nach der oft lange dauernden Abheilung kann die Gliedmaße meist normal belastet werden.

Ist ein Fixateur externe angelegt worden, so ist eine akkurate Pflege und Reinigung notwendig. Die Hautwunden, aus denen das Gestänge herausragt, sollten möglichst nicht mit Schmutz in Berührung kommen.

Erfolgsaussichten der Operation zur Knochenverlängerung

Die Verlängerungsoperation ist in den meisten Fällen erfolgreich. Die Nachbehandlung ist langwierig. Die neuere Methode mit dem Teleskopnagel bietet erhebliche Vorteile gegenüber dem Fixateur. Der Marknagel ist nicht so störend wie das äußere Gestänge, und der Patient kann schneller wieder normale Tätigkeiten ausüben. Die Verlängerung kann meist in ungefähr dem gewünschten Ausmaß erreicht werden.

Beschwerden wie z. B. Wirbelsäulenprobleme bessern sich normalerweise deutlich. Dennoch gibt es Fälle, bei denen es durch Komplikationen oder schlechte Heilung zu einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis kommt. Es ist nicht auszuschließen, dass die Funktion dauerhaft beeinträchtigt wird und eine erneute Operation notwendig wird.

Mögliche Behandlungsalternativen

In einigen Fällen können nichtoperative Maßnahmen als (langfristige) Behandlung ausreichen. Beinlängenunterschiede können z. B. durch Schuheinlagen korrigiert werden, die Erhöhung ist aber begrenzt.

 


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Letzte Aktualisierung am 11.08.2009.

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