Mit der eingearbeiteten Vorrichtung wird der Knochen im Laufe der Zeit so weit verlängert, bis das gewünschte Ausmaß erreicht ist. Der Patient wird vom Arzt über den Umgang mit der Apparatur unterrichtet. Nach der eigentlichen Verlängerung bleibt die Struktur noch für einige Zeit am beziehungsweise im Körper, um den Knochen stabil zu halten. Die Struktur muss meist ein halbes bis zwei Jahre belassen werden. Später ist eine Operation zur Entfernung des Fixateurs oder des Marknagels erforderlich.
Nach der operativen Anlage des Fixateurs oder des Marknagels sollte der Patient das behandelte Bein oder den behandelten Arm schonen, da sich der Knochen erst neu bilden muss. Eine angemessene Krankengymnastik ist notwendig. Nach der oft lange dauernden Abheilung kann die Gliedmaße meist normal belastet werden.
Die Verlängerungsoperation ist in den meisten Fällen erfolgreich. Die Nachbehandlung ist langwierig. Die neuere Methode mit dem Teleskopnagel bietet erhebliche Vorteile gegenüber dem Fixateur. Der Marknagel ist nicht so störend wie das äußere Gestänge, und der Patient kann schneller wieder normale Tätigkeiten ausüben. Die Verlängerung kann meist in ungefähr dem gewünschten Ausmaß erreicht werden.
Beschwerden wie z. B. Wirbelsäulenprobleme bessern sich normalerweise deutlich. Dennoch gibt es Fälle, bei denen es durch Komplikationen oder schlechte Heilung zu einem nicht zufriedenstellenden Ergebnis kommt. Es ist nicht auszuschließen, dass die Funktion dauerhaft beeinträchtigt wird und eine erneute Operation notwendig wird.
In einigen Fällen können nichtoperative Maßnahmen als (langfristige) Behandlung ausreichen. Beinlängenunterschiede können z. B. durch Schuheinlagen korrigiert werden, die Erhöhung ist aber begrenzt.