Der Arzt führt eine Patientenbefragung (Anamnese) durch. Er untersucht den Patienten, insbesondere die Beine und die angrenzenden Gelenke. Es erfolgt eine Röntgenuntersuchung oder auch eine Computertomographie (CT). Die Fehlstellung wird genau vermessen. Bei Beschwerden können auch die Gelenke genauer untersucht werden, z. B. mit einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie).
Sollte der Patient Arzneimittel zur Gerinnungshemmung einnehmen, beispielsweise Marcumar® oder Aspirin®, so sollten sie vor dem Eingriff abgesetzt werden. Dies wird immer mit dem Arzt besprochen.
Zur Operation wird eine Vollnarkose, gelegentlich auch eine Regionalanästhesie (Schmerzausschaltung eines Teils des Körpers) verabreicht. Mit einem Haut- und Gewebeschnitt in der Nähe des Knies verschafft sich der Operateur einen Zugang zum Oberschenkelknochen (Femur) oder zum Schienbein (Tibia). Der Knochen wird durchgesägt, ein Teilstück in Keilform wird herausgeschnitten.
Bisweilen wird stattdessen ein keilartiges Knochenstück eingesetzt, das von einem anderen Körperteil des Patienten stammt (z. B. dem Beckenknochen). Die Knochenanteile werden dann aneinander befestigt. Dafür können Nägel, Schrauben, Platten oder Drähte verwendet werden, die in der Regel aus Metall bestehen. In manchen Fällen muss auch ein äußeres Gestänge angelegt werden (Fixateur externe). Daraufhin wird die Hautwunde zugenäht. Ein Verband wird angelegt.