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Bandscheiben - Komplikationen und Erfolg


Mögliche Komplikationen

Bei einer Bandscheibenoperation kann es besonders zu Schäden an Nerven oder am Rückenmark kommen, da der Arzt oft ganz in der Nähe dieser Leitungsbahnen operieren muss. Lähmungen, Störungen der Sensibilität oder auch Funktionsstörungen des Darms, der Blase oder der Genitalien können trotz sorgfältigen Vorgehens nicht ausgeschlossen werden. Blutungen und Nachblutungen sowie Blutergüsse sind möglich. Bei einer Infektion kann es nicht ausgeschlossen werden, dass es zu einer Hirnhautentzündung (Meningitis) kommt, welche zu lebensbedrohenden Komplikationen führen kann. Des Weiteren kann es zu Wundheilungsproblemen und zu Narben kommen.


Verhaltenshinweise nach der Operation

Im Anschluss an die Bandscheibenoperation darf der Patient sich noch nicht drehen oder aufrichten. Am Folgetag darf er mit Unterstützung des Personals aufstehen, später ist es immer öfter erlaubt. Bald kann mit geeigneter Krankengymnastik begonnen werden. Regelmäßige Untersuchungen dienen der Kontrolle des Heilungsverlaufs. Unter anderem wird geprüft, ob der Patient die Beine normal bewegen kann. Bis zur vollständigen Heilung dauert es meist zwei bis drei Monate, noch länger darf der Patient keine schweren Gegenstände tragen.

Erfolgsaussichten der Bandscheibenoperation

In aller Regel können durch eine Operation an der vorgefallenen Bandscheibe die Beschwerden gelindert werden. Ungefähr drei Viertel der Operierten leiden nicht mehr an Schmerzen. Die restlichen Operierten verspüren meist eine deutliche Besserung. In manchen Fällen kann es trotzdem dazu kommen, dass die Beschwerden bestehen bleiben. Komplikationen sind möglich. Bisweilen kann es auch nach dem Eingriff noch zu weiteren Bandscheibenvorfällen kommen.

Mögliche Behandlungsalternativen

Bei einer großen Anzahl von Bandscheibenvorfällen ist keine Operation notwendig. Diese weniger schweren Vorfälle lassen sich durch konservative (nichtoperative) Maßnahmen behandeln. Bei der konservativen Therapie wird die Wirbelsäule entlastet, z. B. durch körperliche Ruhe, Hochlagerung des Beins oder stabilisierendes Material wie eine Halskrause. Dazu kommen unterstützende Maßnahmen wie z. B. Wärme oder Kälte, Arzneimittel, Bewegungsübungen oder Massage.


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Letzte Aktualisierung am 19.08.2009.

Operative Eingriffe

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Orthopäde für Bandscheibenoperation
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
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