Im Anschluss an die Bandscheibenoperation darf der Patient sich noch nicht drehen oder aufrichten. Am Folgetag darf er mit Unterstützung des Personals aufstehen, später ist es immer öfter erlaubt. Bald kann mit geeigneter Krankengymnastik begonnen werden. Regelmäßige Untersuchungen dienen der Kontrolle des Heilungsverlaufs. Unter anderem wird geprüft, ob der Patient die Beine normal bewegen kann. Bis zur vollständigen Heilung dauert es meist zwei bis drei Monate, noch länger darf der Patient keine schweren Gegenstände tragen.
In aller Regel können durch eine Operation an der vorgefallenen Bandscheibe die Beschwerden gelindert werden. Ungefähr drei Viertel der Operierten leiden nicht mehr an Schmerzen. Die restlichen Operierten verspüren meist eine deutliche Besserung. In manchen Fällen kann es trotzdem dazu kommen, dass die Beschwerden bestehen bleiben. Komplikationen sind möglich. Bisweilen kann es auch nach dem Eingriff noch zu weiteren Bandscheibenvorfällen kommen.
Bei einer großen Anzahl von Bandscheibenvorfällen ist keine Operation notwendig. Diese weniger schweren Vorfälle lassen sich durch konservative (nichtoperative) Maßnahmen behandeln. Bei der konservativen Therapie wird die Wirbelsäule entlastet, z. B. durch körperliche Ruhe, Hochlagerung des Beins oder stabilisierendes Material wie eine Halskrause. Dazu kommen unterstützende Maßnahmen wie z. B. Wärme oder Kälte, Arzneimittel, Bewegungsübungen oder Massage.