Die Skoliose-Operation ist meist ein schwerwiegender Eingriff, so dass im Anschluss nicht selten zunächst eine Nacht auf der Intensivstation verbracht werden muss. Nach dem Eingriff muss der Rücken geschont werden, einige Bewegungen dürfen zunächst nicht ausgeübt werden. Auch später muss auf gewisse Sportarten und einige Aktivitäten verzichtet werden. Zur Nachbehandlung der Skoliose-Operation gehören z. B. bestimmte Bewegungsübungen, manchmal auch das Tragen eines Korsetts.
Die Operation kann die Skoliose normalerweise deutlich vermindern. Es ist aber in aller Regel keine komplette Begradigung zu erreichen. Manchmal ist es allerdings auch möglich, dass kein zufriedenstellendes Ergebnis eintritt, oder dass schwere Komplikationen vorkommen und den Zustand des Patienten verschlimmern. Des Weiteren kann eine versteifte Wirbelsäule die Beweglichkeit einschränken und den Patienten stören.
Die Alternative zu einer Operation stellt eine konservative (nichtoperative) Behandlung dar. Dazu kann die Wirbelsäule mit verschiedenen Methoden gestreckt und begradigt werden. Bei leichteren Fällen ist eine gezielte Krankengymnastik ausreichend. Ein Korsett muss von vielen Patienten getragen werden. Bei schwerer Wirbelsäulenverkrümmung kann eine Streckung mit Hilfe eines Kopfringes und Gewichten angezeigt sein.