Skoliosen


Was ist eine Operation bei Skoliose?

Skoliose beschreibt eine Krümmung der Wirbelsäule zur Seite hin, die immer auch mit einer Verdrehung kombiniert ist. Die Wirbelsäule lässt sich bei der Skoliose nicht wieder in eine gerade Lage bringen.

Es kann langfristig zu Verschleißerscheinungen und zu Schmerzen kommen, in schweren Fällen kann der Patient erheblich beeinträchtigt sein. Daher kann vor allem bei ausgeprägter Skoliose eine Operation angebracht sein. In dem Eingriff wird die Wirbelsäule durch Materialien wie Stäbe und Schrauben aufgerichtet und stabilisiert. Gegebenenfalls sind auch weitere Maßnahmen erforderlich.


Wann wird eine Skoliose-Operation durchgeführt?

Bei einer schweren Form der Skoliose ist eine Operation angezeigt. Skoliose ist eine Wirbelsäulenverkrümmung, die in seitlicher Richtung verläuft, als Komponente stets aber auch eine Verdrehung beinhaltet. Die Verbiegung kann unterschiedlich stark sein, eine „echte" Skoliose liegt vor, wenn die Wirbelsäule nicht wieder komplett gerade gestellt werden kann.

Die Ursachen für die Skoliose sind unterschiedlich. Häufig tritt sie während des Wachstums auf, wenn Wirbelknochen verschieden schnell wachsen und es zu einer ungeraden Stellung kommt. Manche Erkrankungen können ebenfalls zu einer Skoliose führen, z. B. die Scheuermann-Krankheit (Morbus Scheuermann, eine Knorpelerkrankung mit Formveränderung der Wirbelsäule), Lähmungen oder Muskelschwächen. Eine Ursache ist aber in vielen Fällen nicht auszumachen. Von einer Skoliose sind häufig Kinder betroffen, typischerweise tritt sie im späteren Kindesalter (8 bis 15 Jahre) in Erscheinung.

Beschwerden haben die betroffenen Patienten eher selten. Bei Skoliose zeigt sich vielfach lediglich die Verkrümmung. Die schiefe Wirbelsäule kann sich als Verminderung der Rumpfhöhe oder als Buckel bemerkbar machen. Die Verkrümmung kann vor allem in der Brustwirbelsäule (Thorakal-Skoliose) oder in der Lendenwirbelsäule (Lumbal-Skoliose) auftreten. Schmerzen ergeben sich oft nicht oder erst nach einiger Zeit.

Durch die Verbiegung der Wirbelsäule kommt es aber zu Verschleißerscheinungen, die dann ihrerseits zu einer Schmerzhaftigkeit führen können. Des Weiteren können bei einer sehr stark ausgeprägten Skoliose auch innere Organe (z. B. Lunge, Magen-Darm-Trakt) beeinträchtigt sein.

Eine Operation der Skoliose erfolgt bei schweren Fällen der Erkrankung. Die Empfehlung geht dahin, dass eine Krümmung in der Brustwirbelsäule ab 40 Grad und in der Lendenwirbelsäule ab 50 Grad operativ behandelt wird. Dies kann jedoch nicht verallgemeinert werden, so dass unter Berücksichtigung der Umstände bisweilen noch eine Skoliose mit bis zu 60 oder 70 Grad Krümmung ohne Operation (konservativ) behandelt werden kann.

Letztlich wird die Operation dann durchgeführt, wenn nichtoperative Maßnahmen keine ausreichende Besserung bringen. Als Zeitpunkt der Operation kann sich der Beginn des Pubertätsalters empfehlen.


Skoliosen - Funktionsweise »

Letzte Aktualisierung am 19.08.2009.

Operative Eingriffe

Operative Eingriffe

Orthopäde für Operation von Skoliosen
Blickpunkt: Behandlungen
Neuigkeiten

Muskeln & Nerven brauchen Magnesium
Der Mineralstoff Magnesium ist den meisten Menschen dadurch bekannt, dass er bei Muskelkater ebenso empfohlen wird als auch bei schwachen Nerven. ... mehr

Osteoporose: Neue hilfreiche Erkentnisse
Die Regeneration der Knochen erweist sich bei einigen Krebsarten und Osteoporose als nicht mehr aktiv. Je weiter die Erkrankungen fortschreiten, desto ... mehr

Knochenaufbau: Bier enthält Silizium
Hopfenreiche und helle Biersorten enthalten besonders viel Silizium in Form von Orthokieselsäure und lassen das Bier für den menschlichen ... mehr

Gegen Verspannungen hilft Bewegung
Der Mensch war einst in seiner ursprünglichen Form ein wahres "Lauftier". Ob zur Jagd, die mitunter tagelange Fußmärsche bedingten ... mehr

Gelenkschmerzen bei Wetterwechsel
Das Wetter ist ein Thema, das täglich in aller Munde und auch den Medien ist. Zwischen Regen, Schnee, Sonne oder Sturm, die mitunter ... mehr