Der Arzt führt ein Diagnosegespräch (Anamnese) mit dem Patienten und gegebenenfalls auch mit dessen Eltern. In der anschließenden körperlichen Untersuchung stellt der Arzt die Verkrümmung fest und beurteilt sie anhand von Tests wie z. B. dem Vorbeugen des Rumpfes. Eine Röntgenuntersuchung wird durchgeführt, bisweilen auch weitere bildgebende Verfahren. Mittels der gewonnenen Bilder kann auch der Krümmungsgrad der Wirbelsäule bestimmt werden (Winkel nach Cobb).
Was müssen Patienten vor der Operation beachten?
Vor einer Operation der Skoliose erfolgt gewöhnlicherweise eine mehr oder weniger intensive Vorbehandlung. Dazu gehört unter anderem, dass der Rücken bereits gestreckt wird, meist durch eine Zugwirkung auf die Wirbelsäule für einige Wochen.
Vor der Operation werden Medikamente abgesetzt, wenn sie die Blutgerinnung beeinträchtigen, wie dies z. B. bei Marcumar® oder Aspirin® der Fall ist. Zuvor erfolgt aber eine Absprache mit dem Arzt.
Wie läuft die Operation ab?
Die Wirbelsäulen-Operation zur Therapie einer Skoliose erfordert eine Vollnarkose. Der Einschnitt zum operativen Zugang kann, je nach dem Ort der zu behebenden Krümmung, unterschiedlich sein. Operiert wird häufig von der Seite oder von der Flanke. In anderen Fällen erfolgt der Schnitt in der Mitte des Rückens.
Bei vielen Skoliose-Eingriffen werden nach der Eröffnung des Operationsgebietes zunächst Gewebeanteile entfernt, z. B. von den Wirbelknochen oder bestimmte Bandscheiben. Falls eine Spondylodese-Operation (knöcherne Versteifung) vorgenommen wird, wird Knochengewebe aus einem anderen Körperbereich in die Wirbelsäule überführt.
Im Anschluss werden die stabilisierenden Stäbe meist mit Hilfe von Schrauben an den Wirbeln befestigt. Nach den Maßnahmen wird das Gewebe beziehungsweise die Haut vernäht.
Letzte Aktualisierung am 19.08.2009.