Die Krankenversicherung übernimmt nicht in allen Fällen die Kosten einer Stoßwellenbehandlung. Dies gilt vor allem für den Einsatz in der Orthopädie. Der Patient sollte sich erkundigen, ob die Bezahlung gewährleistet ist oder in welchem Rahmen sich die Kosten bewegen.
Wie läuft die Stoßwellentherapie ab?
Die Stoßwellentherapie (ESWT) läuft häufig ohne Betäubung ab, manchmal wird eine örtliche Betäubung verabreicht. Ein Pulsoxymeter, also eine Klemme zur Pulsmessung und Bestimmung des Sauerstoffgehaltes des Blutes, wird zur Kontrolle am Finger befestigt. Am Stoßwellengerät werden einige Werte eingestellt, um die optimale Behandlung für die jeweilige Erkrankung zu ermöglichen.
Der Schallkopf des Gerätes wird mit Gel versehen und auf die Haut aufgesetzt. Bei einigen Krankheitsbildern (Kalkschulter, Falschgelenk, Hüftkopfnekrose) muss genau gezielt werden, was meist durch eine gleichzeitig erfolgende, bewegte Röntgenuntersuchung geschehen kann. Eine Serie von Stoßwellen-Impulsen wird auf das Gewebe abgegeben.
Die Stoßwellenbehandlung dauert meist zwischen fünf und zehn Minuten. Oft muss eine zweite Behandlungssitzung nach etwa einer Woche durchgeführt werden, seltener sind auch noch weitere Behandlungstermine notwendig.
Mögliche Komplikationen
Wenn Komplikationen bei der Stoßwellentherapie auftreten, so sind diese meist harmlos. Gewebeschwellungen und Blutergüsse können entstehen. Nicht auszuschließen sind weitere Verletzungen, z. B. ein Sehnenabriss bei bereits stärker geschädigtem Gewebe.
Verhaltenshinweise nach der Behandlung
Nach einer Stoßwellenbehandlung ist es sinnvoll, das Gewebe zu kühlen. Manche Medikamente (z. B. Diclofenac, Ibuprofen, Cortison) sollten in Absprache mit dem Arzt für mehrere Wochen abgesetzt werden oder gegebenenfalls ersetzt werden.
Prognose der Stoßwellentherapie
Die Stoßwellentherapie (ESWT) ist für viele der genannten Einsatzgebiete gut wirksam. Nicht bei allen Erkrankungen kann das Ergebnis gut abgeschätzt werden. In einem großen Teil der Fälle verschwinden die Schmerzen oder werden zumindest gelindert. Bei anderen Patienten kann die Behandlung jedoch auch keine Wirkung zeigen. Oftmals zeigt sich das endgültige Ergebnis (z. B. Schmerzfreiheit) erst nach einigen Monaten.
Letzte Aktualisierung am 13.08.2009.