Die Tauchmedizin wird bei allen Patienten angewendet, bei denen sich Probleme beim Tauchen ergeben. Dazu gehören allgemein jegliche Tauchunfälle, Probleme mit den Atemgasen und z. B. auch Erkrankungen wie eine Unterkühlung. Nicht nur Patienten mit bereits eingetretenen Erkrankungen werden in der Tauchmedizin behandelt. Es wird vom Taucharzt z. B. auch eine Untersuchung durchgeführt, ob ein unbedenkliches Tauchen möglich ist (Tauchtauglichkeit).
Die Tauchtauglichkeit muss von einem Arzt erhoben werden, um bei einer Person festzustellen, ob ein Tauchen ohne erhöhtes Risiko vorgenommen werden kann. Dies kommt vor allem bei Berufstauchern zum Einsatz, wird aber auch allen Sport- und Freizeittauchern vor der Ausübung ihres Hobbys empfohlen. Bestimmte Personengruppen sollten auf Tauchen verzichten. Bei der Tauglichkeitsuntersuchung werden unter anderem die Herz-Kreislauf-Funktion und die Lungenfunktion des Tauchers untersucht. Ebenso sollte eine gründliche Diagnostik im Hinblick auf Ohren und Nasennebenhöhlen erfolgen, da auch in diesen Organen eine Schädigung durch den Gasdruck entstehen kann. Der Taucharzt stellt dem Patienten eine entsprechende Tauglichkeitsbescheinigung aus. Der Untersuchungsgang sollte wenigstens alle zwei Jahre erfolgen, bei jungen (bis 14 Jahren) und älteren (ab 40 Jahren) Menschen, die tauchen, ist die Untersuchung einmal im Jahr angeraten.