Die Verstauchung ist eine übermäßige Dehnung des Gelenks. Es kann zu einer Zerrung kommen, und in schweren Fällen können z. B. die Gelenkkapsel oder Bänder dauerhaft geschädigt werden oder sogar reißen.
Eine mechanische Einwirkung führt zu einer Verlagerung der Gelenkanteile, die zunächst in dieser Fehlposition bleiben. Bei einer Verrenkung können ebenfalls Bänder und Knorpel verletzt werden. Am häufigsten tritt eine Luxation am Schultergelenk auf („der Arm ist ausgekugelt").
Bänder, die zum Gelenk gehören, reißen häufig bei Gewalteinwirkungen. Das Gelenk wird dadurch instabil. Beispiele für Bänderrisse sind der Kreuzbandriss und der Seitenbandriss am Knie oder der Außenbandriss am Sprunggelenk. Ein Gelenkkapselriss kann zu der Kategorie gezählt werden, da viele Bänder in die Kapsel integriert sind.
Knorpelverletzungen im Gelenk können oberflächlich sein, aber auch einen tiefen Riss oder sogar eine Ablösung eines Knorpelstückchens bedeuten. Nicht selten ist auch ein angrenzender Knochen gebrochen.
Nicht selten besteht bei Gelenkverletzungen auch ein Bruch (Fraktur) angrenzender Knochen, beziehungsweise ein Knochenbruch schließt auch ein Gelenk mit ein.
Die meisten Verletzungen mit Gelenkbeteiligung führen zu mehr oder weniger starken Beschwerden wie Schmerzen und einer verminderten Beweglichkeit. Eine Einblutung in das Gelenk kann verursacht werden.