Sehnenverletzungen entstehen bei Gewalteinwirkungen auf eine Sehne. Sehnen sind derbe Bindegewebsstränge, die Muskeln mit dem Skelett (Knochen) verbinden. Die bedeutsamste Verletzung ist der Sehnenriss, es können aber auch andere Sehnenverletzungen vorkommen. Häufig tritt ein Sehnenriss z. B. an der Achillessehne oder an der Bizepssehne auf. Es kommt zu Schmerzen und charakteristischen Bewegungsausfällen. Bei Sehnenverletzungen kann eine Operation notwendig werden. Meist wird dabei eine Naht einer durchtrennten Sehne ausgeführt.
Wann wird eine Behandlung einer Sehnenverletzung durchgeführt?
Die meisten Sehnen sind Verbindungen zwischen einem Muskel und einem Knochen. Sie bestehen aus widerstandsfähigem Bindegewebe und übertragen die Muskelkraft auf Anteile des Skeletts in ganz verschiedenen Körperbereichen. Viele Sehnen besitzen zumindest teilweise eine Hülle, die so genannte Sehnenscheide, welche unter anderem ein reibungsarmes Gleiten ermöglicht.
Bei den Sehnenverletzungen lassen sich Sehnenzerrungen (Überdehnungen), Sehnenrisse und weitere Arten der Durchtrennung unterscheiden. Zerrung und Riss entstehen meist bei akuten mechanischen Einwirkungen, z. B. Sturz, plötzliche heftige Bewegung beim Sport oder zu schweres Tragen. Häufig bedingen bestimmte Unfallmechanismen charakteristische Sehnenschäden. Eine Vorschädigung kann das Risiko für einen Sehnenriss auch bei verhältnismäßig geringer Belastung erhöhen.
Theoretisch kann jede Sehne des Körpers von einer Verletzung betroffen sein. Verhältnismäßig oft treten Sehnenrisse aber auf an:
- Achillessehne (Sehne des dreiköpfigen Wadenmuskels an der Ferse)
- Bizepssehnen (Sehnen des Bizepsmuskels am Oberarm, insbesondere die lange Bizepssehne an der Schulter, seltener auch die kurze Sehne des Bizeps an der Schulter oder die Sehne am Ellenbogen)
- Quadrizepssehne (Sehne des größten Oberschenkel-Streckmuskels)
- Fingersehnen (Beugesehnen und Strecksehnen der Finger).
Ein Sehnenriss macht sich häufig durch ein peitschenartiges Geräusch bemerkbar. Es kommt zu Schmerzen, manchmal ist eine Delle unter der Haut zu sehen. Die Bewegung, die sonst durch den beteiligten Muskel bewirkt wird, kann nicht ausgeübt werden, z. B. kann beim kompletten Achillessehnenriss keine aktive Beugung des Fußes nach unten stattfinden.
Bei einer Verletzung kann die Sehne sich nur in sehr geringem Ausmaß selbst regenerieren. Eine angemessene Therapie ist also notwendig, um die Stellung und die Bewegung zu erhalten. Bei einer Durchtrennung muss ein Zusammenwachsen in günstiger Position erreicht werden.
Letzte Aktualisierung am 11.08.2009.