Eine Hammerzehe kann in der Regel schon anhand einer Blickdiagnose durch einen erfahrenen Orthopäden festgestellt werden. Eine zusätzliche Röntgenaufnahme dient der Sicherung der gestellten Diagnose. Man sieht dabei meist eine verschobene Stellung der Gelenkflächen zueinander. Oft sind zudem bereits verschleißbedingte Veränderungen der Zehengelenke erkennbar. Die angefertigten Röntgenaufnahmen sind auch für die weitere Planung einer operativen Korrektur notwendig. Begleitende Fußdeformitäten, wie ein Spreiz- oder Hohlfuß, können zusätzlich durch einen Fußabdruck auf Blaupapier (Podographie) nachgewiesen werden.
Bei Verdacht auf eine Hammer- oder Krallenzehe ist es vor allem entscheidend, neurologische Ursachen auszuschließen, die unter Umständen zu ähnlichen Fehlhaltungen führen können. Auch zurückliegende Unfälle oder entzündliche Erkrankungen im Bereich des Vorfußes sollten vor der endgültigen Diagnosestellung einer Hammer- oder Krallenzehe durch den behandelnden Arzt in Erfahrung gebracht werden.
Es existieren verschiedenste Bandagen und Schienen, die durch Krallenzehe oder eine Hammerzehe bedingte Fehlhaltungen korrigieren sollen. Im Normalfall kann eine ausgeprägte Fußdeformität dieser Art jedoch nur durch einen operativen Eingriff dauerhaft behoben werden. Dieser wird jedoch nur dann empfohlen, wenn die Fehlhaltung den Betroffenen Beschwerden bereitet. Im Rahmen des Eingriffes wird über einen kleinen Schnitt das Köpfchen des betroffenen Zehenmittelgliedes entfernt (Hohmann-Resektion). Im Normalfall genügt dafür eine örtliche Betäubung.
Nach der Operation muss die Zehe mit einem so genannten Pflasterzügelverband oder einem Draht für zwei Wochen stabilisiert werden. Zudem sollten Bandagen getragen werden, um den Heilungsverlauf zu unterstützen. Auch das Tragen von Einlagen ist vor allem in den Wochen nach der Operation sinnvoll. Eine dauerhafte Schonung des Fußes ist jedoch nicht erforderlich. Jedoch sollte Betroffene zukünftig besonders auf bequeme und weiche Schuhe achten, um Druckstellen und Schwielen zu vermeiden. Auch eine regelmäßige Fußpflege sowie Fuß- und Zehengymnastik wird zur Vorbeugung von weiteren Hammer- oder Krallenzehen empfohlen.
Wird eine Krallen- oder Hammerzehe korrekt und ausreichend behandelt, ist die langfristige Prognose sehr gut. Das Operationsverfahren ist vergleichsweise komplikationsarm. Jedoch besteht vor allem bei den anlagebedingten Formen dieser Fußfehlstellungen das Risiko, das es erneut zu einer Hammer- oder Krallenzehe kommt.