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Hohlfuß



Was ist ein Hohlfuß?

Der Hohlfuß (Pes cavus oder Pes excavatus) ist eine angeborene oder erworbene Fehlstellung des Fußes. Das Fußgewölbe ist dabei stark angehoben Ursachen. Je nach dem, ob dabei die Ferse oder der Vorfuß mehr belastet werden, wird zwischen einem Ballenhohlfuß und einem Hackenhohlfuß unterschieden.

Ein Hohlfuß kann zudem in drei Schweregrade eingeteilt werden:

  • Der Hohlfuß I. Grades wird als „einfacher Hohlfuß" oder „Krallenhohlfuß" bezeichnet. Er zeichnet sich durch einen Druckschmerz an der höchsten Stelle des Spanns aus, der durch das erhöhte Längsgewölbe ausgelöst wird. Der Krallenhohlfuß ist meist durch das Tragen falscher Schuhe und zu hoher Absätze bedingt.
  • Der Hohlfuß II. Grades ist der „Ballenhohlfuß", der durch eine Schädigung der Wadenmuskulatur entsteht. Das Längsgewölbe ist stärker angehoben als beim Krallenhohlfuß.
  • Der Hohlfuß III. Grades ist der so genante „Hackenhohlfuß". Die Wadenmuskulatur kann bei diesem Krankheitsbild teilweise oder vollständig ausfallen, die Sprunggelenke sind meist versteift. Ein Zehenstand ist beim Hohlfuß III. Grades nicht mehr möglich.

Ursache

Ein Hohlfuß ist in den meisten Fällen familiär bedingt. Andere Faktoren die zur Entstehung eines Hohlfußes führen, sind Lähmungen und Nervenschäden der kleinen Fußmuskeln. Auch eine Schwäche der Fußmuskeln und der Bänder kann einen Hohlfuß verursachen. In einigen Fällen ist der Hohlfuß auch ein erstes Anzeichen einer Muskelschwäche. Nimmt die Ausprägung eines Hohlfußes langsam zu, liegen der Fehlstellung häufig Erkrankungen des Nervensystems (neurologische Erkrankungen) zugrunde.

Dazu zählen:

  • Amyotrophische Lateralsklerose: Nervenzellen sterben langsam ab und werden zu Bindegewebe umgebaut
  • Tumorerkrankungen im Bereich des Rückenmarkes: ableitende Nervenbahnen werden geschädigt, was zu Lähmungen der Fußmuskulatur führen kann
  • Friedreich Ataxie: eine Erkrankung des Rückenmarks
  • Neurogene Muskelatrophie: eine Nervenerkrankung, die einen Rückgang der Muskulatur mit sich zieht

Symptome

Beim Hohlfuß ist das Längsgewölbe des Fußes stark überhöht. Dies bereitet den Betroffenen häufig Druckstellen an der höchsten Stelle des Spanns und am Fußballen, was zu Schmerzen und zu Schwierigkeiten beim Gehen führen kann. Zudem können sich sehr leicht Hühneraugen ausbilden. Die Zehen sind im Falle eines Hohlfußes meist stark gekrümmt und versteift. In vielen Fällen ist auch eine Krallen- oder Klauenstellung der Zehen zu beobachten Die Ferse ist beim Hohlfuß meist nach innen gerichtet und nimmt eine O-Stellung ein. Am Ballen und am äußeren Rand verschleißen die Schuhe leicht. Verstauchungen kommen häufiger vor. Der unsichere Gang und das leichte Umknicken des Fußes begünstigen Stürze und Verstauchungen.


Hohlfuß - Diagnose und Prognose »

Letzte Aktualisierung am 12.10.2009.

Fuß

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Orthopäde
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
Alle anzeigen Zufall
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