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Sichelfuß



Was ist ein Sichelfuß?

Als Sichelfuß (Pes adductus) wird eine angeborene oder auch erworbene Fehlstellung des Fußes bezeichnet, die in vielen Fällen auch beidseitig auftritt. Es handelt sich bei dieser Fußfehlstellung um eine verstärkte Wölbung des Mittelfußes und der Zehen nach innen (Adduktionsstellung). Häufig weicht zudem die Großzehe nach innen ab. Die Ferse behält bei dieser Fehlstellung in der Regel ihre Normalposition oder ist leicht nach innen abgeknickt. Jungen sind von einem Sichelfuß häufiger betroffen als Mädchen.


Ursache

Man unterscheidet beim Sichelfuß zunächst zwischen einer angeborenen und einer erworbenen Form. Als Ursache für die Entstehung eines angeborenen Sichelfußes wird eine Fixierung der Fußstellung des ungeborenen Kindes durch dessen Lage in der engen Gebärmutter angenommen. Zudem geht man heute davon aus, dass eine erbliche Veranlagung die Entstehung eines Sichelfußes begünstigt. Der erworbene Sichelfuß ist meist erheblich geringer ausgeprägt als die angeborene Form. Er kommt jedoch wesentlich häufiger vor. Der auslösende Faktor ist meist die Bauchlagerung des Säuglings, bei der das Kind den Vorderfuß nach innen verdreht und so mit der Zeit eine Sichelfußhaltung entwickelt.


Symptome

Beim Sichelfuß sind meist die Fußspitze sowie der Mittelfuß der Betroffenen einwärts gedreht. Die Ferse steht dabei in der Regel normal oder ist nach innen abgeknickt. Bei der angeborenen Form zeigt die Großzehe zudem häufig nach innen. Nicht selten sind auch beide Füße von dieser Fußfehlstellung betroffen. Ein Sichelfuß bereitet nur in seltenen Fällen Beschwerden. Auch die Beweglichkeit der Betroffenen ist meist nicht eingeschränkt. Lediglich bei sehr ausgeprägten Formen kann ein nach innen gerichteter Gang auffallen.


Diagnose

Die Diagnose eines Sichelfußes wird meist klinisch anhand der typischen Fußform gestellt. Zur Sicherheit und um das genaue Ausmaß der Fehlstellung zu bestimmen kann zusätzlich ein Röntgenbild des betroffenen Fußes angefertigt werden. Um zwischen der angeborenen und der erworbenen Form der Fehlstellung zu unterscheiden, muss die Stellung der Großzehe miteinbezogen werden. Zeigt diese nach innen, ist davon auszugehen, dass der Sichelfuß angeboren ist.


Differentialdiagnose

Ein Sichelfuß kann besonders bei kleinen Füßen einem Klumpfuß sehr stark ähneln. Um zwischen beiden Formen sicher zu unterscheiden ist unter Umständen die Anfertigung einer Röntgenaufnahme erforderlich. Im Gegensatz zum Sichelfuß ist beim Klumpfuß die Ferse hingegen nach außen gerichtet. Zudem sind die Betroffenen in ihrer Beweglichkeit meist stark eingeschränkt.




Sichelfuß - Therapie und Prognose »

Letzte Aktualisierung am 12.10.2009.

Fuß

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Orthopäde
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
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