Schwellungen in diesen Bereichen entstehen manchmal durch andere Gründe wie z. B. bei Rheuma, Gicht oder Gelenkverschleiß (Arthrose). Auch kann sich unter Umständen ein gutartiger oder bösartiger Tumor dahinter verbergen.
Ist das Ganglion nicht störend und verursacht beim Patienten keine Beschwerden, so kann es ohne Behandlung belassen werden. Anderenfalls kann eine Behandlung ohne oder mit Operation vorgenommen werden. In der Regel verspricht nur die Operation einen dauerhaften Erfolg.
Konservative Therapie
Eine Reihe von konservativen (ohne Operation auskommende) Behandlungsmaßnahmen kann unternommen werden. Einige Möglichkeiten sind die Ruhiglagerung der Hand, straffe Bandagen, Bewegungstraining und Krankengymnastik. Zum Abschwellen können Medikamente wie Cortison gegeben werden.
Versucht werden kann ebenfalls, mit einer Spritze die Flüssigkeit aus dem Ganglion herauszuziehen. Eventuell erfolgt davor eine Injektion eines lösenden Mittels (Hyaluronidase). Der Arzt kann des Weiteren versuchen, durch einen Schlag oder einen starken Druck von außen ein Aufplatzen der Zyste zu bewirken. Diese Methode wird heutzutage meist nicht mehr durchgeführt.
Operation
Bei der Operation wird das Ganglion (Überbein) freipräpariert, bis der Verbindungsstiel zur Gelenkhöhle oder Sehnenscheide zum Vorschein kommt. Dort wird die Vorwölbung unterbunden und abgetragen. Die entstandene Öffnung wird zugenäht.
Im Allgemeinen handelt es sich bei einem Ganglion (Überbein) um eine harmlose Veränderung. Eine Behandlung ist nur bei störenden Symptomen notwendig. Nach einer nichtoperativen Therapie ist ein neuerliches Auftreten (Rezidiv) des Ganglions häufig. In einer Operation kann das Ganglion normalerweise problemlos entfernt werden. Nach dem Eingriff ist die Rate an Rezidiven (erneut entwickelten Ganglien) wesentlich geringer als ohne Operation.