Vom Karpaltunnelsyndrom abzugrenzen sind Schäden des Nervus medianus durch weitere Ursachen wie Verletzungen oder Minderdurchblutung. Eine Druckeinwirkung oder eine andere Schädigung des Nervus medianus kann auch im Bereich der Schulter oder des Halses vorkommen. Auszuschließen ist eine Polyneuropathie (krankheitsbedingte Schäden mehrerer Nerven).
Bei leichter Ausprägung der Beschwerden genügt zunächst eine nichtchirurgische Behandlung. Bessern sich die Gefühlsstörungen und Schmerzen nicht, so kann über eine Operation zur Aufspaltung des Karpaltunnels nachgedacht werden.
Konservative Therapie
Bei einem symptomatisch gewordenen Karpaltunnelsyndrom ist eine Ruhigstellung der Hand angezeigt. Der Patient bekommt eine Schienung, die er vor allem nachts tragen muss. Medikamente wie NSAR (nichtsteroidale Antirheumatika), Cortison oder Vitamin B werden verabreicht. Auch eine Injektion von Cortison kann vorgenommen werden.
Operation
Die Operation bei einem Karpaltunnelsyndrom erfolgt heutzutage in der Regel mit möglichst kleinem Zugang und einem optischen Gerät (Endoskopie). Bei dem Eingriff wird der aus Bindegewebe bestehende Karpaltunnel längs aufgetrennt. Der Medianusnerv bekommt dadurch wieder genügend Raum (Neurolyse). Weiteres störendes Gewebe kann entfernt werden.
Bei leichtem Verlauf kann eine konservative (nichtoperative) Behandlung ausreichen. Oft ist aber ein operativer Eingriff notwendig. Wird eine Operation bei Bedarf rechtzeitig durchgeführt, so sind die Erfolgsaussichten gut. Meist bessern sich die Beschwerden, und die Schmerzen verschwinden weitgehend. Es kann, unter anderem durch Narbenbildung, zu einem erneuten Auftreten der Einengung kommen (Rezidiv).