In den meisten Fällen kann für ein Karpaltunnelsyndrom keine spezielle Ursache ausfindig gemacht werden. Es besteht bei dieser Erkrankung eine Enge im Karpaltunnel, einer bindegewebigen, teils von Knochen umgebenen Röhre. Da neben Sehnen auch ein Nerv (der Nervus medianus) darin verläuft, wird dieser durch den Druck beeinträchtigt. Frauen sind häufiger von einem Karpaltunnelsyndrom betroffen als Männer. Da in einigen Familien die Erkrankung vermehrt vorkommt, wird vermutet, dass Erbfaktoren die Entstehung begünstigen.
Nur selten bedingt eine spezifische Ursache ein Karpaltunnelsyndrom. Von den möglichen Ursachen gibt es allerdings eine Vielzahl. In Frage kommen z. B.:
Bei einem Karpaltunnelsyndrom kommt es durch die Verengung des Nervs (Nervus medianus) zu mehreren Auswirkungen. Es kann zu einem Kribbeln bis Taubheitsgefühl an der Innenseite der Hand im Bereich von Daumen, Zeigefinger, Mittelfinger und der angrenzenden Hälfte des Ringfingers kommen. Es kommt zu Schmerzen an der Hand, die in den Bereich des Arms und der Schulter weitergeleitet werden können. Typischerweise sind die Beschwerden nachts stärker. Auch nach einer Beanspruchung der Hand nehmen sie zu.
Das Karpaltunnelsyndrom kann feine Bewegungen der Hand wie z. B. Greifen behindern. Nach einiger Zeit kann es durch die fehlende Nervenversorgung zu einem Schwund im Muskel des Daumenballens kommen (Daumenballenatrophie).