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Morbus Dupuytren


Was ist ein Morbus Dupuytren?

Ein Morbus Dupuytren (Dupuytrensche Kontraktur, Dupuytren-Krankheit) ist eine Erkrankung des Bindegewebes an der Handinnenfläche. Es kommt zu einem Umbauprozess mit derber Schrumpfung einer Gewebsplatte. Die Hand kann daher ab einem gewissen Stadium nicht mehr vollständig gestreckt werden. Die Auslöser eines Morbus Dupuytren können nur vermutet werden. Die Erkrankung kann mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Alkoholmissbrauch und genetischen Einflüssen im Zusammenhang stehen. Als Therapie bietet sich praktisch nur die Operation an. Sie ist angebracht, wenn sich der Patient durch die Dupuytren-Kontraktur in der Hand deutlich eingeschränkt fühlt.


Ursachen des Morbus Dupuytren

Wieso es zur Ausbildung eines Morbus Dupuytren (Dupuytren-Kontraktur) bei einem Patienten kommt, ist nicht genau feststellbar. Männer sind von einem Morbus Dupuytren eher betroffen als Frauen. Eine Reihe von Faktoren können bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle spielen.

Dazu gehören:

Vererbte Einflüsse (häufigeres Auftreten in einigen Familien):

  • Alkoholismus
  • Lebererkrankungen (z. B. Leberzirrhose)
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Erhöhte Blutfettwerte (Hyperlipidämie)
  • Rauchen

Zudem kann der Morbus Dupuytren im Zusammenhang mit anderen Bindegewebskontrakturen stehen, wie:

  • Morbus Ledderhose (an der Fußsohle)
  • Induratio penis plastica (am männlichen Glied)
  • Fasciitis nodularis (an der Bauchwand)

Am Bindegewebe einer Sehnenplatte in der Handfläche findet beim Morbus Dupuytren ein Umbau statt. Das Gewebe vermehrt sich, verhärtet und zieht sich allmählich zusammen.

Symptome beim Morbus Dupuytren

Bei der Dupuytren-Erkrankung zieht sich das Gewebe in der Handfläche zusammen. Der Prozess zieht sich normalerweise über Jahre hin. Anfangs bestehen außer fühlbaren Verhärtungen in der Handfläche keine Symptome. Es können bei starker Belastung der Hand (z. B. beim festen Greifen) aber bereits Schmerzen auftreten.

Im Verlauf nimmt die Verkürzung des Gewebes zu, so dass meist der Ringfinger und der kleine Finger gebeugt sind. Ab einem gewissen Grad lassen sich die Finger nicht mehr in eine gerade Position bringen. Der Extremfall wird beschrieben durch ein Anliegen der Finger an der Hohlhand ohne eine Möglichkeit der Bewegung. Durch die Verziehung in der Hand können Folgeschäden wie z. B. eine Gelenkversteifung entstehen. Der Morbus Dupuytren kann in Stadien eingeteilt werden. Die Stadien richten sich nach dem Ausmaß der nicht aufhebbaren Beugung der betroffenen Finger.

 


Morbus Dupuytren - Diagnose »

Letzte Aktualisierung am 08.10.2009.

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