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Hüftdysplasie - Risikofaktoren und Symptome



Welche Risikofaktoren gibt es?

Mädchen tragen ein sechs mal höheres Risiko an einer Hüftdysplasie zu erkranken als Jungen. Es gibt verschiedene Risikofaktoren, die die Entwicklung einer Hüftdysplasie fördern. Folgende Faktoren sind sicher belegt:

  • Steißlage: Durch die Steißlage werden die Hüften in der Gebärmutter stark gebeugt, wodurch sich das Pfannendach nicht richtig entwickeln kann.
  • Beckenendlagenschwangerschaften
  • Mehrlingsschwangerschaften
  • Fruchtwassermangel: Bewegungsfreiheit des Kindes wird eingeschränkt.
  • Erstgebärende haben ein erhöhtes Risiko, da durch die straffe Bauchmuskulatur und die Gebärmutter ebenfalls eine Bewegungseinschränkung hervorgerufen wird.
  • Frühgeburten
  • Große Elastizität von Kapsel und Bändern. Dadurch kann der Hüftkopf leichter aus der Pfanne gleiten.
  • Die Laxizität der Bänder wird durch die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron verstärkt.
  • Kinder von Eltern mit einer Hüftdysplasie oder Hüftluxation (5 bis 10 fach erhöhtes Risiko)
  • Chromosomenveränderungen wie Trisomie 18, die mit einer Hüftdysplasie kombiniert sein können.

Symptome

Eine Hüftdysplasie muss beim Neugeborenen nicht unbedingt zu Beschwerden führen. Oft fällt die Hüfterkrankung erst mit Beginn des Laufens auf. Das kindliche Hüftgelenk besitzt aber nur bis zum Ende des 2. Lebensjahres eine Nachreifungspotenz. Daher ist eine frühzeitige Diagnosestellung von großer Bedeutung. Hinweisende Beschwerden können sein:

  • verspätetes Gehen
  • belastungsabhängige Schmerzen im Leistenbereich oder seitlichen Hüftbereich
  • Seitenungleichheit der Pofalten
  • Bewegungseinschränkungen der betroffenen Seite beim Strampeln

Liegt eine Auskugelung des Hüftgelenks vor, so ändern sich die mechanischen Hebel der Hüfte. Die Muskulatur kann das Becken beim Laufen nicht mehr waagerecht halten. Hierdurch kommt es zu einer Art „Watschelgang", der als Duchenne-Hinken bezeichnet wird. Beim Einbeinstand der erkrankten Seite fällt das Becken durch Muskelschwäche der Abduktoren (Hüftabspreizer) zur Gegenseite. Dieses Phänomen wird in der Medizin auch als positiver Trenedelenburg-Test bewertet.


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Letzte Aktualisierung am 08.10.2009.

Orthopäde
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
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