Anzeige

Knorpelschaden am Sprunggelenk - Therapie und Prognose



Welche Therapie kommt zum Einsatz?

Mögliche Symptome lassen sich mit nichtoperativen Methoden behandeln. Schwere Schäden beziehungsweise tief in das Gewebe reichende Risse werden meist mit einer Operation behandelt.

Konservative Therapie

Das Sprunggelenk wird zur Behandlung ruhig gestellt. Oft wird vom Patienten ein stabilisierender Verband oder eine Schienung getragen. Allerdings muss auch eine schonende Krankengymnastik beziehungsweise ein Bewegungstraining vorgenommen werden. Mögliche Maßnahmen zur Schmerzbekämpfung sind die Anwendung von Wärme und Kälte oder die Gabe von Medikamenten, z. B. von NSAR (nichtsteroidalen Antirheumatika).

Operation

Operationen bei Knorpelschäden erfolgen oft als Gelenkspiegelung (Arthroskopie), bei der Zusatzinstrumente zur Behandlung eingeführt werden. Eine offene Operation kann aber in bestimmten Fällen notwendig sein. Die operativen Maßnahmen können eine Gelenkspülung, Knorpelglättung und Entfernung geschädigter Anteile des Knorpels beinhalten. Risse werden überbrückt, z. B. durch Drähte oder durch spezielle Klebstoffe. Häufig wird ein erneutes Wachstum des Knorpels durch eine Knochenanbohrung erzielt. Auch eine Transplantation von Knorpelgewebe aus anderen Teilen des Körpers kann eine geeignete Maßnahme sein. Schwere Schäden am Gelenkknorpel können ein Kunstgelenk (Endoprothese) oder im äußersten Fall eine Gelenkversteifung (Arthrodese) erforderlich machen.

Prognose der Knorpelschäden am Sprunggelenk

Ohne eine Behandlung kann der Knorpelschaden fast nicht wieder abheilen. Oft kommt es eher sogar zu weitergehenden Erkrankungen wie z. B. einer Arthrose (Gelenkverschleiß) im Sprunggelenk. Durch die nichtoperativen Maßnahmen kann dies oft verhindert werden, eine sehr langsame Regenerierung des Knorpels ist möglich. Eine Operation kann aber notwendig sein, damit der Knorpel in ausreichendem Maße wiederhergestellt werden kann.


« Knorpelschaden am Sprunggelenk - Symptome und Diagnose

Letzte Aktualisierung am 08.10.2009.

Orthopäde
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
Alle anzeigen Zufall
Anzeige
Anzeige