Ursächlich für die handgelenksnahe (distale) Radiusfraktur sind Stürze, mit dem Versuch sich abzufangen, also ein Sturz auf die abstützende Hand. Meist ist das Handgelenk dabei gestreckt (extendiert), seltener gebeugt (flektiert).
Es gibt zwei Hauptformen in der Entstehung des Unterarmspeichenbruchs, die Colles- und Smith-Fraktur. Die meist überwiegende Colles-Fraktur, auch Radiusextensionsfraktur genannt (Sturz auf die ausgestreckte Handinnenfläche, etwa 85 Prozent aller Radiusfrakturen), wird bei einer Handgelenkstreckung zwischen 40 und 90 Grad hervorgerufen. Ist das Handgelenk noch mehr gestreckt, so kommt es meist zu einer Verletzung der Handwurzelknochen, während bei geringerer Streckung oft Unterarm und Ellenbogen verletzt werden. Die Smith-Fraktur hingegen, auch Radiusflexionsfraktur genannt, entsteht durch das Aufstützen auf die Oberseite der Hand.
Die Ursachen, warum Patienten überhaupt stürzen,können natürlich sehr unterschiedlich sein. Im Sommer können vor allem Sportarten wie Inliner-Fahren oder Skateboard-Fahren, zu gelenksnahen Speichenbrüchen führen, im Winter hingegen spielt Glatteis eine wichtige Rolle. Im höheren Lebensalter können Herzrhytmusstörungen oder Störungen der Gehirndurchblutung zu Schwindelanfällen und damit zu vermehrten Stürzen führen.