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Schleudertrauma - Diagnose



Wie wird die Diagnose gestellt?

Der erste Schritt in der Diagnostik besteht in der Erhebung der Krankengeschichte. Der Arzt fragt gezielt nach den Beschwerden des Patienten, dem genauen Unfallhergang und der Schwere des Unfallmechanismus. Besonders ausgebildet sind dafür so genannte D-Ärzte, Durchgangsärzte. Das sind Orthopäden und Unfallchirurgen mit großer Unfallerfahrung. Daher sollte jeder Verletzte, möglichst noch am Unfalltag, einen D-Arzt aufsuchen. Dieser führt nach dem ärztlichen Gespräch, eine körperliche und neurologische Untersuchung durch.

Bei der körperlichen Untersuchung wird der genaue Ausmaß der Erkrankung ermittelt und gegebenenfalls weiter reichende Erkrankungen wie beispielsweise eine Wirbelsäulenverletzung mit Knochenbeteiligung oder Hirnverletzungen bestätigt oder widerlegt. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Überprüfung des Nervstatus. Die Augenbeweglichkeit ist dabei von großer Bedeutung, da sie unter Umständen Hinweise auf eine Gehirnerschütterung liefern kann. Im Anschluss wird festgelegt, welche technischen Zusatzuntersuchungen noch notwendig sind. Zu den Untersuchungsmethoden gehören:

  • Röntgenuntersuchung: Durch die Röntgenuntersuchung können Knochenbrüche und Gelenksverletzungen an der Halswirbelsäule erkannt und diagnostiziert werden.

  • Magnetresonanztomographie (MRT): Bei Verdacht auf eine Beteiligung der Bandstrukturen der Halswirbelsäule (HWS) kann als weiteres bildgebendes Verfahren die MRT durchgeführt werden. Dadurch sind vor allem Schäden an Weichteilen und Haltebändern der Wirbelsäule nachweisbar. Allerdings stellt die MRT bei solchen Erkrankungen kein Standardverfahren dar und wird daher nur in Ausnahmefällen durchgeführt.

  • Neurophysiologische Untersuchungen: Sind Verletzungen des Nervensystems nicht sicher auszuschließen, so können weitere diagnostische Maßnahmen notwendig sein. Zu solchen Untersuchungen gehören unter anderem die Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG), die Elektromyelographie, sensorisch evozierte Potentiale (SEP) und magnetisch evozierte Potentiale (MEP).

In seltenen Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung der großen Halsarterie oder eine Liquordiagnostik (Untersuchung des Hirnwassers) erforderlich werden.


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Letzte Aktualisierung am 12.10.2009.

Verletzungen Wirbelsäule

Verletzungen an der Wirbelsäule

Orthopäde
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
Alle anzeigen Zufall
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