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Schleudertrauma - Hinweise



Was sollte bei einem Schleudertrauma beachtet werden?

Um ein Schleudertrauma bei einem Verkehrsunfall vorzubeugen, sollten Sie zunächst die Kopfstütze richtig einstellen. Idealerweise sollte ein Abstand von weniger als 2 cm zwischen der Kopfstütze und dem Kopf bestehen. Einige Fahrzeuge sind mit so genannten aktiven Kopfstützen ausgestattet, die sich im Fall eines Heckaufpralls in Richtung des Kopfes bewegen und ihn dadurch früher auffangen. Der schwedische Automobilhersteller Volvo hat das effizienteste Schleudertraumaschutzsystem am Automobilmarkt entwickelt und dafür zahlreiche Auszeichnungen von Verkehrssicherheitsbehörden erhalten. Dieses System wird als WHIPS bezeichnet und verringert die Gefahr, ein Schleudertrauma zu erleiden, um nahezu 80 Prozent.

Hilfreiche Maßnahmen und Tipps zur Selbstbehandlung:

  • Durch Kühlungsphasen von jeweils 15 bis 20 Minuten können Sie eine Schmerzlinderung und gegebenenfalls auch eine Abschwellung erreichen. Legen Sie hierfür einen Eisbeutel oder ein Kühlpäckchen, welches zuvor in ein Handtuch gewickelt werden muss, auf die schmerzende Körperregion. Ein direkter Hautkontakt mit dem Kühlpäckchen sollte vermieden werden.

  • Sind die Beschwerden auch noch in den nächsten Tagen noch präsent, so sollten Sie krankengymnastische Übungen durchführen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Viele Übungen lassen sich einfach zu Hause durchführen.

Im folgenden sollen einige Dehnübungen näher erläutert werden. Nehmen Die zunächst eine angenehme Position ein, indem der Rücken relativ gerade gehalten wird, z.B. durch Anlehnen an eine Wand mit ein wenig gebeugten Knien. Dehnübungen werden langsam und bedacht durchgeführt. Dabei kann eine beruhigende Musik zusätzlich Entspannung verschaffen.

  • 1. Übung: Nehmen Sie die oben beschriebene Ausgangsposition ein und neigen den Kopf nach vorne. Versuchen Sie langsam das Kinn an die Brust zu schieben und gehen anschließend wieder in die Ausgangsposition zurück.

  • 2. Übung: Aus der gleichen Position heraus kann die seitliche Muskulatur gedehnt werden. Bewegen Sie hierfür den Kopf seitlich, so dass das linke Ohr zur linken Schulter (entsprechend auch die rechte Seite) gezogen wird. Halten Sie die Position einige Sekunden, um dann langsam wieder in die Ausgangsposition zu gehen.

  • 3.Übung: Aus der Ausgangsposition bewegen Sie nun ausschließlich den Kopf, dass heißt also, dass sich der Rest des Körpers nicht mit bewegen sollte. Drehen Sie zunächst den Kopf in Richtung der rechten Schulter. Dabei bleiben die Augen auf Höhe der Ausgangsposition. Versuchen Sie nun einen Blick über die rechte Schulter hinweg zu erlangen. Nach wenigen Sekunden der Dehnung wird der Kopf zurück in die Ausgangsposition gedreht. Die gleiche Übung nun zur anderen Seite hin ausführen.

  • 4. Übung: Nehmen Sie wieder die Ausgangsposition ein und stellen Sie sich eine große Uhr vor, die direkt vor Ihnen hängt. Blicken Sie nun abwechselnd auf die Zahlen 12, 3, 6 und 9. Dabei sollte sich der Kopf nicht bewegen. Die Übung wird lediglich mit den Augen ausgeführt, diese bewirken ein Mitbewegen der tiefer liegenden Nackenmuskulatur.

  • 5. Übung: Drehen Sie sich in aufrechter Haltung mit dem Gesicht zur Wand und versuchen nun einen weichen Ball mit Ihrer Stirn an der Wand zu halten. Anschließend den Ball, von der Position ausgehend, langsam kreisen. Das ganze kann auch in umgekehrter Position durchgeführt werden. Also statt der Stirn den Hinterkopf verwenden.

  • 6. Übung: Nehmen Sie eine gerade Haltung ein und neigen den Kopf leicht nach hinten. Wichtig ist bei dieser Übung, dass Sie ihre Schultermuskeln dabei nicht anheben. Gehen Sie nach einer Dehnungsphase wieder langsam in die Ausgangsposition zurück.

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Letzte Aktualisierung am 12.10.2009.

Verletzungen Wirbelsäule

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Orthopäde
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
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