Neben der klinisch manuellen Untersuchung wird der Befund meist durch Ultraschall und der Beschwerden gesichert. Häufig lassen sich Schmerzen bei tiefer Ertastung der Kniekehle hervorrufen. Neben der Anamnese und dem klinischen Befund können folgende diagnostische Methoden zur Diagnosesicherung durchgeführt werden:
- Ultraschall (Sonographie): Eine Ultraschalluntersuchung der Kniekehle kann eine Baker-Zyste nachweisen, sowie ihren Ausmaß und Lokalisation darstellen.
- Röntgenuntersuchung: Konventionelles Röntgen kann arthrotische Veränderungen (Verschleiß als Ursache der Zyste) oder in seltenen Fällen auch Knochentumoren als Ursache der Beschwerden aufzeigen.
- Magnetresonanztomographie (MRT): Durch die Magnetresonanztomographie (MRT) kann die genaue anatomische Lokalisation und die Verbindung zur Gelenkkapsel dargestellt werden. In der Regel ist ein MRT für den Nachweis einer klassischen Baker-Zyste sicherlich nicht notwendig. Da aber auch die Ursache einer Baker-Zyste mitbehandelt werden muss, liefert das MRT hilfreiche Zusatzinformationen über Begleitverletzungen, wie beispielsweise Meniskusrisse oder den Grad der Arthrose.
- (Farb)Duplexsonographie: Durch die zusätzliche Darstellung des Blutflusses in den benachbarten Gefäßen, kann eine gerissene Baker-Zyste von einer tiefen Beinvenenthrombose abgegrenzt werden.
Differentialdiagnose
Aufgrund ihrer schwellenden Natur kann eine Baker-Zyste einem Tumor der hinteren Kniekehle ähneln. Daher sollte stets eine bösartige Erkrankung ausgeschlossen werden. Kommt es zur Ruptur der Zyste, also zu einem Riss mit Austritt von Flüssigkeit ins Gewebe, lässt sich eine Schwellung im betroffenen Gebiet und ein bei Druck stärker werdender Schmerz finden. Dieser Zustand kann leicht mit einer tiefen Beinvenenthrombose verwechselt werden.
Letzte Aktualisierung am 05.10.2009.