Bei der Chondropathia patellae, auch Parapatellares Schmerzsyndrom genannt, handelt es sich um eine Knorpelkrankheit hinter der Kniescheibe. Diese häufig gestellte Diagnose beschreibt vielmehr eine schmerzhafte, degenerative Veränderung des Gelenkknorpels und darf nicht mit Schmerzen im Kniegelenk verwechselt werden. Es kommt zu belastungsabhängigen Schmerzen, die besonders beim Beragab- oder Treppabgehen und beim Aufstehen nach längeren Sitzpausen auftreten.
Die Schmerzen entstehen in der Regel durch überlastungsbedingte Reizzustände von Sehnen und Bändern, die an der Kniescheibe ansetzen oder seitlich davon verlaufen.
Knorpelveränderungen verursachen zunächst keine Schmerzen, da der Knorpel nicht mit Nerven versorgt wird. Ist der Knorpelschaden jedoch so weit fortgeschritten, dass der darunter liegende Knochen betroffen ist, so treten Schmerzen auf. Häufig sind beide Knien betroffen.
Von der Erkrankung sind vor allem sportlich aktive Jugendliche während des pubertären Wachstumsschubs, Leistungssportler (insbesondere Skifahrer, Fussballspieler und Leichtathleten) oder Menschen, die viel in Kniebeugung arbeiten, betroffen.
Die Chondropathia patellae tritt vor allem bei jungen Frauen und während des Wachstumsschubs in der Pubertät bei beiden Geschlechtern auf. Die Erkrankung heilt in der Regel folgenlos aus. Unbehandelt kann sie jedoch zu einer vollständigen Degeneration des Knorpels, einer Arthrose, führen.