Der Hausnotruf - Hilfe kommt auf Knopfdruck

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Der Hausnotruf - Hilfe kommt auf Knopfdruck
Der Hausnotruf - Hilfe kommt auf Knopfdruck

Immer mehr ältere Menschen möchten ihren Lebensabend in ihrer Wohnung oder ihrem Haus verbringen. Selbstständiges und selbstbestimmtes Wohnen auch wenn man auf Hilfe angewiesen ist? Ja, sagen nicht nur die Betroffenen, sondern auch diejenigen, die es den Senioren ermöglichen und ihnen technische Hilfsmittel und Unterstützung anbieten. „Ein Hausnotruf ist die schnellste und bekannteste Methode, um Hilfe zu holen. Wichtig ist, dass der Hausnotruf sicher und einfach funktioniert, zur individuellen Wohnsituation und zum Krankheitsbild passt. Wir informieren daher auch über andere Notruflösungen, wie zum Beispiel der mobile Hausnotruf“ sagt Tanja Wagner von hausnotrufsysteme-vergleichen.de.

Das Notrufsystem - wie funktioniert es?

Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, dass Menschen krank werden oder sich beim Stürzen Verletzungen zu ziehen. Jeder Dritte im Alter über 65 Jahren stürzt einmal im Jahr und benötigt sofortige Hilfe. Ein Notrufsystem sorgt dafür, dass diese Hilfe kommt und den Betroffenen aus seiner misslichen Lage befreit. Nicht jeder schafft es aus eigener Kraft wieder aufzustehen und telefonisch Hilfe anzufordern. Der rettende Druck auf den kleinen Knopf ist schnell und einfach.  Damit in jeder Situation jemand erreichbar ist, gibt es das Notrufsystem für zu Hause, für unterwegs oder als Kombi-Gerät für beides.

Der Hausnotruf - Hilfe kommt umgehend

Das als Hausnotruf bezeichnete Notrufsystem ist das am meisten gewählte System. Es ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich und wird von mehreren Einrichtungen angeboten. Hausnotrufsysteme bestehen grundsätzlich aus einem Sender und der Basisstation. Der Sender kann wahlweise wie eine Kette um den Hals oder wie eine Uhr am Handgelenk getragen werden. Im Notfall muss nur der Knopf des Senders gedrückt werden, um einen Alarm auszulösen.

Die unterschiedlichen Anbieter für die Hausnotruf-Systeme bieten verschiedene Leistungen und Konditionen an. Der neue Kunde sollte sich nach Möglichkeit ausreichend Zeit lassen, alle Angebote miteinander zu vergleichen, denn es gibt Vor- und Nachteile zwischen den einzelnen Systemen und Anbietern.

Darauf sollten Sie achten!

Anbieter für Hausnotrufsysteme sind Wohlfahrtsverbände, aber es gibt auch private Dienstleister. Alle bieten den Hausnotruf als System an, das aus dem Sender und der Basisstation besteht. Die Basisstation ist über die Telefonleitung mit der Einsatzzentrale verbunden. Sobald der Notrufknopf betätigt wird – was ohne Kraftaufwand möglich ist – erkennt die Zentrale, wer den Notruf betätigt hat und meldet sich über den Raumlautsprecher der Basisstation.

Dieser einfache Vorgang hat entscheidende Vorteile gegenüber einem Notruf, den der Betroffene per Telefon selbst absetzen würde. Dazu müsste er zunächst einmal an das Telefon herankommen und die Notrufnummer wählen. Nur wenn er alle Angaben zu seiner Person (Adresse, was ist passiert) machen kann, wird Hilfe durch die Feuerwehr kommen. In den meisten Fällen wird beim Notrufanbieter der Wohnungsschlüssel des Kunden hinterlegt, sodass die Mitarbeiter, ohne einen Schlüsseldienst zu rufen, in die Wohnung gelangen können.

Die Kosten für ein Hausnotrufsystem

Wenn ein Hausnotruf installiert wird, fällt zunächst eine einmalige Anschlussgebühr an, deren Höhe bei den Anbietern unterschiedlich berechnet wird. Danach wird eine monatliche Nutzungsgebühr erhoben. Sie richtet sich nach der gewünschten Leistung. Wer zusätzlich einen Hintergrunddienst oder die Hinterlegung des Hausschlüssels wünscht, zahlt etwas mehr als die „Basisversion“. Die Grundgebühr beinhaltet meist die Wartungs- bzw. Reparaturkosten von Sender und Basisstation.

Der kürzlich gestartete Online-Auftritt von „Hausnotruf Sicher“ vergleicht verschiedene Hausnotrufsysteme und berät über die individuell beste Lösung.

Alleinlebende Pflegebedürftige erhalten je nach ihrer Pflegestufe Unterstützung durch die Pflegekasse. Dafür stellen sie dort einen Antrag und erhalten beispielsweise in Pflegestufe I einen Pauschalbetrag in Höhe von 18,36 €. Der Bundesfinanzhof hat im Jahre 2015 ein Urteil erlassen (Az. VI R 18/14), dass die Kosten für den Hausnotruf als haushaltsnahe Dienstleistungen von der Steuer abgesetzt werden können. Hierbei spielt der Ort der Unterbringung keine Rolle. Auch im Altenheim oder Betreuten Wohnen lebende Menschen haben darauf Anspruch.

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