In vielen Fällen klingen durch einen Fersensporn ausgelöste Beschwerden ab, ohne dass eine spezielle Therapie erforderlich ist. Ist dies nicht der Fall werden den Betroffenen zunächst orthopädische Einlagen empfohlen, die im Bereich des Sporns eine Aussparung aufweisen und so an der betroffenen Stelle für eine Druckentlastung sorgen. An der Stelle der Aussparung befindet sich meist ein Schaumstoffpolster. In der Regel werden diese Einlagen in stark trittgedämpfte Turnschuhe eingepasst, nachdem die ursprüngliche Sohle entfernt wurde. Sinnvoll sind zudem krankengymnastische Übungen, bei denen vor allem die Sehnen an den Unterschenkeln und den Fußsohlen gedehnt werden sollen.
Eine lokale Kältetherapie durch beispielsweise Eismassagen wird von den Betroffenen meist als wohltuend und schmerzlindernd empfunden. Zudem wirken derartige Anwendungen entzündungshemmend und abschwellend. Eine weitere Behandlungsoption des Fersensporns ist die energiereiche Ultraschallwellentherapie (Extrakorporale Stoßwellentherapie). Diese soll die umgebenden Blutgefäße zum Wachstum anregen und Entzündungen lindern. Zudem können durch die Stoßwellen Kalkablagerungen im Bereich des Fersensporns langsam abgetragen werden.
Zur Behandlung des Fersensporns werden zudem in einigen Fällen auch Cortisoninjektionen verabreicht. Dabei wird eine Kombination aus Narkosemitteln und Kortison direkt in den Sehnenansatz gespritzt, um eine entzündungshemmende und zugleich schmerzstillende Wirkung zu erzielen. Diese Behandlungsmöglichkeit hat jedoch meist nur einen zeitlich begrenzten Nutzen für den Patienten.
Auch eine medikamentöse Therapie mit entzündungshemmenden Medikamenten wie nichtsteroidalen Antirheumatika (beispielsweise Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure) bring nur eine vorübergehende Linderung der Beschwerden. Eine weitere Therapieoption ist eine operative Behandlung des Fersensporns, die jedoch nur dann zum Einsatz kommt, wenn alle konservativen Methoden versagen. Dabei wird der Sporn im Rahmen einer Operation abgemeißelt. Zudem wird in der in der Regel entzündete Schleimbeutel entfernt. Im Normalfall ist für einen solchen Eingriff ein Klinikaufenthalt von zwei bis vier Tagen erforderlich. Im Anschluss soll die Sehne durch das Tragen von Spezialschuhen entlastet werden. Die Einlager dieser Schuhe können über einen Zeitraum von etwa sechs Wochen langsam reduziert werden.
Andere Behandlungsmöglichkeiten, wie beispielsweise eine Röntgen-Reizbestrahlung, sollen zwar chronische Schmerzen im Bereich des Fersensporns reduzieren, werden jedoch derzeit von Orthopäden sehr kontrovers diskutiert.
Prognose
Die Prognose eines Fersensporns ist in der Regel gut. In über 95 Prozent der Fälle reicht eine konservative Behandlung aus und eine deutliche Besserung der Beschwerden zu erzielen. Nur bei weniger als 5 Prozent der Betroffenen ist eine Operation notwendig, um einen Fersensporn ausreichend zu therapieren. Die operative Therapie ist jedoch meist mit einer langwierigen Erholungsphase verbunden.
Letzte Aktualisierung am 24.09.2009.