Was tun bei einem "Mausarm"?

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Bei der Einrichtung des Arbeitsplatzes kann man viel falsch machen

Manche Krankheiten sind einfach den Gegebenheiten der jeweiligen Zeit geschuldet. Solche „Modeerkrankungen" treten meist dann auf, wenn viele Menschen das Gleiche tun - und dann meistens noch das Falsche. Eine dieser Erscheinungen ist der so genannte „Mausarm", der in der Fachsprache eigentlich als RSI-Syndrom bekannt ist. (RSI steht für „Repetitive Strain Injury" und heißt so viel wie „durch sich ständig wiederholende Belastungen ausgelöste Krankheit".)

Was tun bei einem "Mausarm"?
Was tun bei einem "Mausarm"?

Wie der umgangssprachliche Name schon sagt, steht der Mausarm in der Regel in Zusammenhang mit häufiger - leider oft nicht ergonomischer - Arbeit am Computer. Viele von uns sind also gefährdet, denn in einem großen Teil der Berufe gehört PC-Arbeit selbstverständlich zum Alltag. Wer erst einmal unter dem RSI-Syndrom leidet, wird oft von Schmerzen in Handgelenk und Unterarm geplagt. Die Bedienung von Maus und Tastatur werden durch die Beschwerden zur Qual, in schweren Fällen kommt es auch zu Problemen beim Hochheben und Halten von Gegenständen. Die Hand wird zudem kraftlos - Betroffene scheitern hin und wieder am Aufdrehen von Schraubverschlüssen und ähnlichen Beeinträchtigungen im Alltag.

Gegen den Mausarm stehen viele unterschiedliche Behandlungsmethoden zur Verfügung. So können Massagen und das Auftragen von schmerzlindernden Salben ebenso wirken wie Wärme- oder Kältebehandlung und das Ruhigstellen des betroffenen Arms.

Im besten Fall lässt man es aber gar nicht erst zum Auftreten des RSI-Syndroms kommen. Vorbeugung beginnt hier bereits bei der Einrichtung und Ausstattung des Arbeitsplatzes. So sollten Einstellung von Sitzhöhe und Rückenlehne auf die individuellen Bedürfnisse angepasst werden. Eine schonende Haltung wird dadurch gefördert, dass die Beine unter dem Schreibtisch über ausreichend Platz verfügen und die Unterarme auch bei der Bedienung der Maus vollständig auf der Tischplatte aufliegen. Ergonomisch geformte Mäuse und Tastaturen tragen ebenfalls dazu bei, dass ein Mausarm ausbleibt.

Gerade der Arm, mit dem die Maus geführt wird, sollte nicht ständig in derselben Position verweilen. Viel besser ist es, wenn die Maus bei Nichtgebrauch losgelassen wird. Häufiges Klicken ist Gift für Muskeln und Gelenke, daher ist es ratsam, wo es geht anstelle der Mausbedienung auf Tastenkombinationen (so genannte „Shortcuts") zurückzugreifen. Abseits von der beruflichen PC-Nutzung sollte ausreichend Abwechslung herrschen. Gerade im Sommer muss es ja zu Hause nicht gerade immer der Computer sein.

Ist der Mausarm kuriert, kann er aber jederzeit wieder kommen. Daher vermeidet man im besten Fall den Rückfall in alte Verhaltensmuster und betreibt Ursachenbekämpfung. Denn wenn die Beschwerden häufig wiederkommen, kann sich das Problem schnell zu einem chronischen RSI-Syndrom auswachsen.

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