Erstes Ziel ist es, die ausgerenkte Schulter baldmöglichst wieder in eine regelrechte Position zu bringen. Aufgrund der beim Einrenken bestehenden heftigen Schmerzen werden nach Möglichkeit Schmerzmedikamente oder sogar eine Betäubung oder Narkose verabreicht. Die Einrenkung (Reposition) kann mit verschiedenen Handgriffen vorgenommen werden:
Bei wiederkehrender (habitueller) Verrenkung des Schultergelenks kann der Patient oft selbst den Arm in die richtige Lage zurückbringen.
Nach der Einrenkung des Armes wird meist ein Verband angelegt, um eine Schonung des Schultergelenks zu erhalten. Der Patient bekommt spezielle Krankengymnastik. Bei Schmerzen können entsprechende Medikamente eingenommen werden.
Eine Operation bei Schulterluxation wird oft vorgenommen, wenn es sich um eine verletzungsbedingte (traumatische) Verrenkung handelt, die zum ersten Mal eintrat. Sie erfolgt meist in einer Gelenkspiegelung (Arthroskopie) und beinhaltet die Versorgung der jeweiligen Schäden, z. B. durch Naht oder Knochenzusammenfügung. Auch bei wiederholten (habituellen) Verrenkungen kann eine Operation erfolgen. Die Gelenkkapsel und weitere Strukturen werden gestrafft.
Die Aussichten nach einer Verrenkung (Luxation) der Schulter sind von Fall zu Fall unterschiedlich. Es können Schäden an diversen Strukturen eintreten, die auch dauerhaft bestehen bleiben können. Daher sollte eine Einrenkung des Armes rasch erfolgen. Nicht selten besteht die Tendenz, häufiger eine erneute Luxation zu erleiden (habituelle Luxation, Instabilität der Schulter). Nach einer Operation bleibt der Oberarmknochen aber zumindest in den meisten Fällen in der richtigen Position.