Bei einer distalen Radiusfraktur treten folgende Beschwerden auf:
Aufgrund der Schmerzen nimmt der Patient eine Schonhaltung ein. Im Handgelenk findet keine eigentätige Bewegung mehr statt (Funktio laesa). Liegt eine stark verschobene Verletzung vor, so besteht meist eine Bajonettfehlstellung des Handgelenks, dass heißt der handgelenksnahe Speichenbruch hat sich handrückenwärts und gleichzeitig speichenwärts verschoben, wodurch das typische Bild einer Bajonettstellung des Unterarms imponiert. Oft lassen sich zudem bei dem Versuch der Handgelenksbewegung Reibegeräusche des gebrochenen Knochens erzeugen (Krepitationen).
Wichtig ist, dass man bei der Untersuchung auch nach begleitenden Gefäßverletzungen und Nervenverletzungen schauen sollte, um Folgeschäden zu vermeiden. Zudem sollte man auch nach weiteren Verletzungsfolgen suchen. Dazu gehören handgelenksnah:
Weiterhin können handgelenksfern auftreten:
Der erste Schritt in der Diagnostik erfordert zunächst eine umfassende ärztliche Untersuchung, um das Ausmaß der sichtbaren Schäden zu klären. Anschließend wird bei begründetem Verdacht auf eine Fraktur, in jedem Fall eine Röntgenaufnahme des Handgelenks in zwei Ebenen (von vorne und seitlich) durchgeführt. Die Röntgenaufnahme ist wichtig für die Bestätigung der Verdachtsdiagnose, Einschätzung des Frakturausmaßes und -art, zur Ausschlussdiagnostik anderer handgelenksnaher Frakturen und zur Therapieplanung. Besteht der Verdacht auf Handwurzelverletzungen, so können Spezialaufnahmen angefertigt werden. In Ausnahmefällen, wie z.B. bei Frakturen mit ausgedehnter Zerstörung der Handgelenksfläche, kann eine Computertomographie (CT) notwendig sein. In seltenen Fällen kann die Magnetresonanztomographie (MRT) zur Abklärung von Weichteilverletzungen erforderlich sein.