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Hallux rigidus - Therapie und Prognose



Welche Therapie wird angewendet?

Die Wahl der richtigen Therapie eines Hallux rigidus richtet sich in entscheidendem Maße nach der Schwere der Fußfehlbildung, sowie der Ursache der Erkrankung. Die Behandlung wird in jedem Falle zunächst mit konservativen Maßnahmen begonnen. Dazu zählen zunächst eine orthopädische Zugbehandlung, Krankengymnastik sowie die Verordnung spezieller Einlagen. Auch entzündungshemmende Medikamente oder Injektionen direkt in den Gelenkspalt können können zur Linderung der Beschwerden beitragen. Um einen Hallus rigidus jedoch ausreichend zu behandeln muss in den meisten Fällen eine operative Korrektur vorgenommen werden.

Dazu stehen verschiedene Operationsverfahren zur Verfügung:

  • Cheilektomie: Dabei wird der Knochenhöcker am ersten Mittelfußköpfchen der Großzehe entfernt und die Gelenkkanten geglättet. Zudem können Sehnenverklebungen gelöst werden um eine ausreichende Streckung des Gelenkes zu ermöglichen.
  • Operation nach Keller-Brandes: Im Rahmen eines operativen Eingriffes wird ein Teil des Gelenkes entfernt werden (Teilresektion). Dieses Verfahren wird jedoch nur für ältere Patienten empfohlen.
  • Prothese: In einigen Fällen wird auch ein Gelenkersatz mit einer Gelenkprothese vorgenommen. Die Haltbarkeit und Belastbarkeit dieser Prothesen ist jedoch meist begrenzt.
  • Arthrodese: Dabei wird eine Versteifung des Gelenkes vorgenommen. Die Beweglichkeit im Endgelenk bleibt jedoch weitestgehend erhalten, was ein schmerzfreies und kraftvolles Abrollen beim Gehen möglich macht.

Eine operative Korrektur eines Hallux rigidus erfolgt in der Regel in Regionalanästhesie oder in Vollnarkose. Um der Entstehung eines Hallux rigidus vorzubeugen oder der Verschlechterung einer bereits bestehenden Fehlstellung entgegenzuwirken empfiehlt sich eine regelmäßige medizinische Fußpflege sowie die Verwendung von Druckpflastern und das Tragen von bequemen Schuhen.

Prognose

Die Prognose eines Hallux rigidus ist in der Regel gut. Wenn konservative Behandlungsmethoden keine Besserung der Beschwerden bewirken können, kann doch in den meisten Fällen durch eine Operation Schmerzfreiheit und eine ausreichende Beweglichkeit erzielt werden. Nur in seltenen Fällen sind nach der Operation noch Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder deutliche Verformungen der Großzehe vorhanden. Ist dies der Fall, wird die Durchführung eines weiteren operativen Eingriffes notwendig.


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Letzte Aktualisierung am 12.10.2009.

Fuß

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Orthopäde
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
Alle anzeigen Zufall
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