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Kniearthrose - Diagnose



Wie kann die Diagnose gestellt werden?

Anamnese

In erster Linie sollte die Anamnese erhoben werden. Bei der Erhebung der Krankengeschichte spielen vor allem folgende Fakten eine wichtige Rolle:

  • Dauer, Intensität, Lokalisation, Funktionseinschränkung, Tagesrhythmus und Ausstrahlung des Schmerzes
  • Beweglichkeit
  • Belastbarkeit
  • Hinken
  • Schmerzfreie Gehstrecke
  • Einklemmung, Blockierung, Instabilitätsgefühl
  • Schwellung, Beschwerden beim Treppenauf- / Bergabgehen
  • vorausgegangene Unfälle
  • Gehhilfen
  • stattgehabene Patellaluxation (Auskugeln der Kniescheibe)
  • frühere Kniegelenkserkrankungen

Klinische Diagnostik

  1. Inspektion (Betrachtung): Beurteilung vor allem von Beinachse (z.B. Beinlängendifferenz), Gangbild, Knieschwellung und Hautveränderungen.

  2. Palpation (Betastung): Bei der Palpation werden vor allem die Kniescheibenbeweglichkeit, Verschiebeschmerz der Patella (Zohlen-Zeichen) und Krepitation (spürbares Reiben hinter der Kniescheibe) untersucht. Des Weiteren achtet man auf Druckschmerzen am Gelenkspalt und der Patellafacetten (Druckschmerz rechts und links der Kniescheibe) sowie dem Vorhandensein von Bakerzyste und Plica mediopatellaris.

  3. Funktionstest und Schmerztest: Beurteilung von Bewegungsumfang und Bewegungsschmerz, Bandstabilität sowie Meniskuszeichen.

Apparative Diagnostik

Auf jeden Fall ist eine Röntgenuntersuchung des Kniegelenks in 2 Ebenen erforderlich. Im Einzelfall können noch folgende Untersuchungen erforderlich und sinnvoll sein:

  • Röntgen: Funktionsaufnahmen und Spezialprojektionen
  • Sonographie (Ultraschall): Beurteilung Bakerzyste und Kniegelenkserguss
  • Magnetresonanztomographie: Meniskusschaden ja / nein
  • Computertomographie: Bruch mit Knorpelstufe?
  • Skelettszintigraphie: Entzündung ja / nein?
  • Blutuntersuchung: Entzündungszeichen?
  • Punktion mit Synovialanalyse: Gicht, Rheuma, Bakterien?

Differentialdiagnose

Differentialdiagnostisch sollte man an folgende Erkrankungen denken und diese gegebenenfalls ausschließen:

  • Achsabweichungen (X- oder O-Bein)
  • Rheumatoide Arthritis
  • Bakterielle Arthritis (Entzündung des Kniegelenks durch Bakterien)
  • Knochenbrüche
  • Verletzungen des Kniegelenks
  • Systemerkrankungen, z.B. Bluterkrankheit
  • Dysplasien des Gelenkes
  • Osteochondrosos dissecans
  • muskuläre Dysbalancen, z.B. Lähmungen
  • Dystopien der Kniescheibe (fehlangelegte Kniescheibe)
  • Osteonekrose, z.B. Morbus Ahlbäck
  • Chondromatose
  • Stoffwechselerkrankungen, z.B. Gicht, Diabetes mellitus

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Letzte Aktualisierung am 06.10.2009.

Orthopäde
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
Alle anzeigen Zufall
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