Ein Hohlfuß im eigentlichen Sinne liegt erst dann vor, wenn im Fußabdruck (Podogramm) keine Belastung des Mittelfußes mehr erkennbar ist. Das Gewicht wird somit fast ausschließlich von Ferse und Vorfuß getragen. Die Diagnose eines Hohlfußes lässt sich jedoch in den meisten Fällen schon bei der klinischen Untersuchung des betroffenen Fußes relativ sicher stellen.
Die Beweglichkeit der Fußwurzelgelenke ist stark eingeschränkt. Im Bereich des ersten und fünften Mittelfußknochens fällt zudem meist eine verstärkte Schwielenbildung auf. In einer Röntgenuntersuchung kann schließlich das genaue Ausmaß der Fehlstellung beurteilt werden. Eine Röntgenuntersuchung oder Magnetresonanztomographie der Wirbelsäule kann zudem Aufschluss darüber geben, ob das Skelettsystem bereits durch die Fehlstellung beeinträchtigt ist.
Differentialdiagnose
Um sicher zu gehen, dass keine Nervenerkrankung für die Entstehung eines Hohlfußes verantwortlich ist, sollte eine ausführliche neurologische Untersuchung durchgeführt werden.
Therapie
Die Behandlung eines Hohlfußes richtet sich weitestgehend nach dem Schweregrad der Erkrankung. Zur konservativen Therapie werden zunächst Einlagen verordnet. Diese können das Fußgewölbe stützen und den Vorfuß entlasten. Schuhe mit einem hohen Schaft geben dem zudem Fuß Halt und verhindern das Umknicken. Meist sind orthopädische Schuhe nötig.
Einem Fortschreiten der Erkrankung kann beispielsweise durch regelmäßige Krankengymnastik sowie häufiges Barfußlaufen entgegengewirkt werden. In schweren Fällen ist auch eine operative Korrektur des Hohlfußes möglich. Dabei können zum einen Knochenfragmente entfernt (Osteotomie) oder einzelne Gelenke versteift werden (Arthrodese).
Prognose
Wird ein Hohlfuß rechtzeitig und ausreichend behandelt, ist die Prognose meist gut. Unbehandelt kann sich diese Fehlstellung jedoch immer weiter verschlechtern und zu einer Deformierung der Zehen führen. Zudem bilden sich im Verlauf schmerzhafte Schwielen an der Fußsohle.
Letzte Aktualisierung am 12.10.2009.