Bei Bandverletzungen gibt es zahlreiche nicht-operative Therapiemöglichkeiten. Grundlage jeder Therapieform ist die Entlastung und Schonung. Alle Maßnahmen zielen auf eine Schmerzreduktion und wirken einer Schwellung entgegen.
So kann man zur Stabilisierung des Gelenkes und zur Verminderung der Schwellung, folgende Hilfsmittel anwenden:
- Stützverbände
- Bandagen
- Kunststoffschienen
- Gipsverband (bringt jedoch nach der Ausheilungszeit Probleme der Remobilisation des Gelenkes mit sich)
Durch die zusätzliche Gabe von Schmerzmitteln kann eine bessere Linderung erreicht werden. Sind Schwellung und Schmerzen abgeklungen, so kann man langsam mit einer Teilbelastung des Gelenkes anfangen. Dieser sollte jedoch durch eine krankengymnastische Behandlung unterstützt werden. Ziel der krankengymnastischen Behandlung ist die Muskelkräftigung, die Verbesserung der Eigenreflexe sowie die Koordination der Bewegung.
In den meisten Fällen heilt die Verletzung vollständig aus. Ist die Behandlung jedoch nicht erfolgreich, so kann eine operative Bandnaht durchgeführt werden. Dieser Eingriff ist auch nach einigen Monaten möglich.
Operative Therapie
Eine Operation ist immer dann indiziert, wenn eine konservative Behandlung erfolglos war. Jedoch kann Sie auch erfolglos sein, wenn zusätzlich zum Bänderriss auch Verletzungen des Knochens und des Knorpels vorliegen. Bei Leistungssportlern wird vordringlich zur Operation geraten, da sie grundsätzlich zu einer schnelleren oder vollständigeren Heilung führt. Laut aktuellen Studien weist jedoch die Bandnaht keine wesentlichen Vorteile gegenüber der konservativen Therapie auf.
Nach dem Eingriff wird das Sprunggelenk in der Regel für sechs Wochen mit einem Unterschenkel-Gipsverband ruhiggestellt. Innenbandrisse am Knie werden in der Regel konservativ behandelt. Dagegen werden Kreuzbandrisse operativ versorgt (Ausnahme ältere Patienten). Ein Kreuzbandriss führt zur dauernden Instabilität des Kniegelenks. Zudem stehen die Knorpelflächen, aufgrund der fehlenden Bandführung, nicht mehr exakt aufeinander. Es kommt schneller zu einer Arthrose des Kniegelenks, also zur Abnutzung des Gelenkknorpels. Kreuzbänder kann man leider nicht nähen, so dass operativ eine so genannte Kreuzbandplastik durchgeführt werden muss. Hierbei wird ein Stück körpereigene Sehne anstelle des Kreuzbandes eingesetzt.
Der Skidaumen wird in der Regel durch eine dreiwöchige Ruhigstellung des Gelenkes therapiert. Eine Operation ist nur dann indiziert, wenn das Daumengelenk zu straff aufgeklappt werden kann. Die krankengymnastische Therapie kommt auch nach der operativen Behandlung zum Einsatz. Bei einer bleibenden Instabilität kann das Gelenk durch spezielle orthopädische Schuhe oder Bandagen stabilisiert werden.
Rehabilitation
Nach dem Ende der Ruhigstellung sollte das Gelenk allmählich wieder belastet werden. Zunächst erfolgt eine Teilbelastung, die dann im Laufe der Zeit und abhängig von den eventuellen Schmerzen, gesteigert wird. In den ersten vier bis sechs Monaten sollte vor allem beim Sport ein geeigneter Gelenkschutz (Orthese oder Tape) getragen werden.
Mögliche Behandlungsmethoden sind:
- Krankengymnastische Übungsbehandlung (in funktions- und aktivitätsorientierter Instabilität)
- Frühfunktionelle Weiterbehandlung mit Orthese bei axialer Vollbelastung
- Übungen zur sensomotorischen Schulung
- Elektrotherapie
- Ultraschall
Je nach Beruf ist eine Arbeitsunfähigkeit von 1-6 Wochen möglich.
Letzte Aktualisierung am 23.09.2009.