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Humeruskopffraktur - Therapie



Welche Therapie Möglichkeiten gibt es?

Die Wahl der Therapie ist abhängig von der Verschiebung und Einstauchung der Bruchfragmente. In den meisten Fällen kann der Bruch ohne eine Operation (konservativ) behandelt werden. Bei stark verschobenen und instabilen Bruchfragmenten ist jedoch eine operative Behandlung erforderlich.

Reicht hingegen eine konservative Behandlung aus, so wird der Oberarm kurzfristig im so genannten Gilchrist-Verband oder Desault-Verband ruhig gestellt. Die Ruhigstellung sollte so lange erfolgen bis die Schmerzen abklingen, jedoch höchstens eine Woche. Nach einer Humeruskopffraktur sollte man so früh wie möglich mit den krankengymnastischen Übungen beginnen, damit der Arm beweglich bleibt.

Dagegen ist bei einem Oberarmkopfbruch eine Operation notwendig, wenn folgender Zustand vorliegt:

  • die Fragmente sind stark gegeneinander verschoben
  • instabile Bruchfragmente
  • der Bruch verursacht eine Fehlstellung, die nicht ohne Weiteres eingerenkt werden kann
  • Abrissfrakturen am Tuberculum majus (Ansatzhöcker des Oberarmknochens für die Muskulatur)
  • Mehrfragmentfrakturen
    Die Bruchstücke bzw. Fragmente werden bei der Operation gerichtet und mit Platten und Nägeln fixiert. Diese werden allerdings nach der Heilung des Bruchs wieder entfernt. Natürlich sind krankengymnastische Übungen auch mit der Fixierung möglich und sogar notwendig.

Prognose

Verlauf und Prognose sind in erster Linie von der Art des Bruchs und vom Alter der Patienten abhängig. Allgemein kann man sagen: Je weniger Bruchfragmente vorliegen, desto besser ist die Prognose. Mit zunehmendem Alter sowie zunehmender Fragmentzahl ist die Chance, auf eine vollständige Wiederherstellung der Armfunktion eher gering.

Bei älteren Menschen wird der Behandlungserfolg durch Osteoporose, Arthrose, Degeneration der Rotatorenmanschette sowie anderen Alterserkrankungen wesentlich beeinträchtigt.
Wird der Oberarmkopfbruch bei nicht zu schweren Verletzungen fachgerecht therapiert und erfolgt eine intensive physiotherapeutische Nachbehandlung, so kann man mit einer vollständigen Wiederherstellung der Schultergelenksfunktion des Oberarms rechnen. Nach vier bis sechs Wochen sind meist das Greifen mit den Händen und einfache Tätigkeiten wieder möglich. Des Weiteren sollten übermäßige Beanspruchungen des betroffenen Arms durch schockartige, ungedämpfte Belastungen vermieden werden.


Hinweise für Patienten

Durch die Vermeidung von Stürzen kann man effektiv einem Oberarmkopfbruch (Humeruskopffraktur) vorbeugen. Zudem sollten Sie eine gegebenenfalls bestehende Osteoporose frühzeitig erkennen und behandeln lassen, da die Erkrankung ein zusätzliches Risiko für Oberarmkopfbrüche und andere knöcherne Verletzungen darstellt.

« Humeruskopffraktur

Letzte Aktualisierung am 12.10.2009.

Verletzungen Oberarm

Verletzungen am Oberarm

Orthopäde
Portrait Dr. med. Hein Kleihues, OZS - Orthopädisches Zentrum Spreebogen, westklinik Dahlem, Berlin, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. med. H. Kleihues
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
in 10559 Berlin
Alle anzeigen Zufall
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