Die Therapie eines verletzten Muskels kann in Abhängigkeit von den Schäden variieren. Die meisten Muskelverletzungen werden konservativ, also ohne Operation, behandelt. Bei schweren Verletzungen kann aber ein operativer Eingriff notwendig werden.
Ein Muskelkater bedarf nur einer einfachen Behandlung. Die Muskelregion sollte für einen Tag nicht belastet werden. Durch Wärme (z. B. Bäder, Sauna) wird die Abheilung gefördert. Später sind Massagen und Bewegungsübungen sinnvoll.
Muskelzerrungen, Muskelfaserrisse und Muskelrisse werden durch Ruhigstellung behandelt. Hier kommen vor allem straffe Verbände zum Einsatz. Unterstützend werden Maßnahmen wie Kühlung, Druckeinwirkung (Kompression), Hochlagerung und Einnahme von entzündungshemmenden Arzneimitteln vorgenommen. Bald sollte mit einer vorsichtigen Bewegungstherapie begonnen werden. Gegebenenfalls kann z. B. auch eine Strombehandlung oder eine Lymphdrainage vorgenommen werden. Prellungen von Muskeln können ähnlich wie Muskelfaserrisse behandelt werden.
Bei schweren Muskelverletzungen kann es notwendig werden, eine Operation durchzuführen. Bei einem Muskelriss wird operiert, wenn ein erheblicher Teil der Muskeldicke durchtrennt ist. Bei anderen verletzungsbedingten Problemen wie z. B. großen Blutergüssen kann ebenfalls ein Eingriff erforderlich sein.
Die Operation erfolgt in örtlicher Betäubung oder in Regionalanästhesie (Betäubung größerer Körperabschnitte), bisweilen auch in Vollnarkose. Es erfolgt ein Hautschnitt. In bestimmten Fällen kann auch eine Operation durch Spiegelung (Endoskopie) mit Hilfe eines feinen optischen Gerätes vorgenommen werden. Bisweilen ist sogar eine Operation des Muskelrisses über eine Gelenkspiegelung (Arthroskopie) möglich, z. B. an der Schulter.