Arthroskopie

Lesezeit: 1 Min.

Was ist eine Arthroskopie?

Der Begriff „Arthroskopie" stammt aus dem griechischen und setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: Arthros (Gelenk) und „skopein (sehen).

Ein Gelenk im menschlichen Körper ist fast immer nach dem gleichen Grundprinzip aufgebaut (mit einzelnen Ausnahmen). Das Gelenk selbst besteht aus zwei Knochen, die miteinander in Kontakt stehen. Wenn zwei Knochen aufeinander reiben würden, käme es sehr schnell zur Abnutzung. Deshalb wird der Kontakt zwischen den Knochen durch Knorpel hergestellt, der die gelenkbildende Fläche der Knochen bedeckt. Er ist nicht so hart wie Knochensubstanz und ist so beschaffen, dass er Stöße und Reibungskräfte optimal abfangen kann. Um die Gleitfähigkeit im Gelenk noch zu erhöhen und die Reibung zu verringern, muss das Gelenk „geschmiert" werden. Diese Aufgabe erfüllt eine Flüssigkeit, die „Synovia" (Gelenkschmiere) genannt wird. Damit die Flüssigkeit nicht ausläuft ist das Gelenk von einer Kapsel umgeben (Gelenkkapsel). Die Synovia wird ständig durch die Zellen der Gelenkkapsel (Synovialmembran) erneuert.

Bei einer Arthroskopie oder Gelenkspiegelung wird das Gelenk mit einem Gerät begutachtet, das aus einer kleinen Kamera mit Lichtquelle besteht, die auf einem langen beweglichen Rohr angebracht sind (Endoskop oder Arthroskop).

Funktionsweise

Das Arthroskop besteht hauptsächlich aus einer kleinen leistungsstarken Kamera, die mit einer starken Kaltlichtquelle arbeitet und die Bilder, die sie aufnimmt, an einen Bildschirm übermittelt. Die Kamera nimmt nicht nur Einzelbilder auf, sondern überträgt die Situation in Echtzeit. Zusätzlich kann der Orthopäde mit einem Arthroskop schon kleine Operationen vornehmen, wie z.B. die Behandlung von Meniskusverletzungen. Dazu werden zusätzlich zum Arthroskop kleine Instrumente eingeführt, mit denen dann im Gelenk verschiedene Operationen durchgeführt werden können.

Letzte Aktualisierung am 29.07.2015.
War dieser Artikel hilfreich?