Der behandelnde Arzt sollte auf jeden Fall informiert werden, wenn zeitgleich eine Behandlung mit gerinnungshemmenden Substanzen (z.B. Marcumar, Heparin, ASS) durchgeführt wird, da dann das Risiko einer stärkeren Einblutung in den Muskel besteht. Auch Infektionskrankheiten wie AIDS oder Hepatitis sollten bekannt sein, da dann andere Nadeln verwendet werden müssen.
Beim Nadel-EMG muss die Einstichstelle zuerst desinfiziert werden, bevor die Nadel in den Muskel eingestochen wird. Beim Oberflächen-EMG werden die Elektroden außen auf die Haut aufgeklebt. Der Patient liegt während der ganzen Untersuchung entspannt auf einer Liege. Wenn das EMG angeschlossen ist und der Muskel sich nach dem Einstich etwas beruhigt hat, spannt der Patient das Bein zuerst vorsichtig an. Darauf folgen eine Anspannung mit maximaler Kraft und eventuell weitere Untersuchungen.
Die Nadel-EMG ist eine invasive (blutige) Untersuchungsmethode. Bei all diesen Methoden besteht ein geringes Risiko, größere Blutergüsse auszulösen und Keime in den Körper zu bringen. Die daraus resultierenden Infektionen können jedoch gut behandelt werden und verursachen vorwiegend lokale (auf den Einstichort beschränkte) Symptome.