Der Sportler wird zunächst mit Messgeräten versorgt, z. B. EKG und Blutdruckgerät oder auch dem Spirometrie-Gerät (Atemmessung). Die Messungen erfolgen zunächst einmal in körperlicher Ruhe. Der Proband begibt sich auf das jeweilige Sportgerät (z. B. Laufband, Fahrradergometer). Die Leistung wird meist stufenweise gesteigert. Jeweils nach einer bestimmten Leistung erfolgt eine Blutentnahme (meist tröpfchenweise Gewinnung aus dem Ohrläppchen), um das Laktat zu bestimmen. Die Testung erfolgt bis zur Leistungsgrenze. Sollten sich Beschwerden ergeben, wird der Test abgebrochen. Alle Ergebnisse werden ausgewertet und meist nach wenigen Tagen an den Probanden geschickt. Darin enthalten ist auch eine Empfehlung für eine geeignete Trainingsstärke.
Im Wesentlichen entsprechen die Komplikationen denen bei der jeweiligen sportlichen Betätigung. So kann es bei entsprechend vorbelasteten Patienten zu einer starken Blutdrucksteigerung oder zu Herzrhythmusstörungen kommen, auch ein Herzinfarkt kann bei Risikopatienten nicht vollständig ausgeschlossen werden. Durch die Blutentnahme sind in seltenen Fällen Komplikationen wie Blutungen oder Infektionen möglich.
Es gibt viele Möglichkeiten, den Trainings- und Leistungszustand eines Sportlers zu überprüfen. Bereits die sportlichen Leistungen selbst haben natürlich eine Aussagekraft. Daneben gibt es viele spezielle Tests, die bei bestimmten Sportlergruppen vorgenommen werden können. Im medizinischen Bereich können im Rahmen der Ergometrie (Untersuchung bei körperlicher Betätigung) verschiedene Messungen und bildgebende Verfahren erfolgen, z. B. ein Belastungs-EKG oder eine Stressechokardiographie (Ultraschalluntersuchung des Herzens bei Belastung).