Die Computertomographie ist eine Methode, die vielseitig einsetzbar ist. Häufig wird sie angewendet, um die Wirbelsäule zu beurteilen. Die knöchernen Anteile der Wirbelsäule werden bei traumatischen (z.B. Autounfall), degenerativen (z.B. Osteoporose) oder auch entwicklungsbedingten Erkrankungen betrachtet. Die CT-gestützte Diagnostik wird auch im Bereich der Bandscheiben immer wichtiger. Die Computertomographie wird durchgeführt, um das Ausmaß und die Richtung eines Bandscheibenvorfalls abzuschätzen.
Auch im Bereich des restlichen Skelettsystems (z.B. Arme, Beine, Becken) wird die CT häufig durchgeführt, um entzündliche oder traumatisch bedingte Veränderungen zu erfassen. Oft werden im CT kleinste Knochenbrüche entdeckt, die in einer normalen Röntgenaufnahme nicht zu sehen wären.
Bei Entzündungen oder nach Stößen an Gelenken kommt es häufig zu schmerzhaften Blutergüssen in die Gelenkkapsel. Bevor eine Punktion zur Entlastung durchgeführt wird, können der Zustand der Gelenkkapsel und das Ausmaß der Einblutung mittels CT beurteilt werden.
Vor allem bei Schwangeren sollte eine CT nicht durchgeführt werden, da die Strahlenbelastung das heranwachsende Kind schädigen kann. Eine Schwangerschaft muss vor der Untersuchung unbedingt ausgeschlossen werden. Bestimmte Erkrankungen (z.B. Schilddrüsenerkrankungen) oder Medikamente (z.B. Metformin) können Komplikationen bei Verwendung von Kontrastmitteln auslösen. Deshalb sollten dem durchführenden Arzt alle Vorerkrankungen und eingenommenen Medikamente mitgeteilt werden.