Die Knochendichtemessung kommt vor allem bei Verdacht auf Osteoporose zum Einsatz. Bei der Osteoporose besteht eine Verminderung der Knochenmasse und -stabilität.
Eine Knochendichtemessung wird vor allem in folgenden Fällen veranlasst:
- Deutliche Osteoporose-Beschwerden wie Knochenschmerzen und Rundrücken gehäufte Knochenbrüche
- Männer mit deutlichen Beschwerden und einem erhöhten Osteoporose-Risiko: Dies liegt vor z.B. bei Alkohol- und/oder Nikotinmissbrauch, gehäuftes Vorkommen von Osteoporose in der Familie, Diabetiker oder Mangelernährung
- Frauen nach der Menopause mit erhöhtem Osteoporose-Risiko
- Verlauskontrolle der Osteoporose und / oder zur Therapiekontrolle
- Verdacht auf Osteomalazie: Hier kommt es zu einer Verminderung der Knochendichte aufgrund eines mangelhaften Einbaus von Mineralstoffen in die Knochen.
Die Knochendichtemesssung wird derzeit von den gesetzlichen Krankenkassen erst dann übernommen, wenn mindestens ein osteoporotisch bedingter Knochenbruch vorliegt.
Welches ist die beste Knochendichtemessung?
Es gibt unterschiedliche Methoden, die auch jeweils unterschiedliche Messdaten liefern und nicht immer direkt die Knochendichte messen. Es werden unterschiedliche Eigenschaften des Knochens erfasst. Daher ist die Aussagekraft dieser unterschiedlichen Verfahren nicht die gleiche und deshalb die Ergebnisse überhaupt nicht vergleichbar.
Grundsätzlich sollte eine Verlaufskontrolle immer nur mit der gleichen Methode am identischen Gerät und bei dem selben Untersucher durchgeführt werden.
Wann sollte man das erste Mal zur Knochendichtemessung?
Idealerweise sollte man die erste Knochendichtemessung um das 20. bis 25. Lebensjahr herum durchführen lassen, weil man dadurch die persönliche Gipfelknochenmasse erfassen könnte. Damit würde man quasi seinen eigenen Basiswert kennen. Dadurch könnte man genau feststellen, ob und wenn ja, um wie viel die eigene Knochendichte schon abgenommen hätte. Voraussetzung hierfür ist natürlich, dass man die Kontrollmessung exakt mit dem gleichen Gerät und im gleichen Institut durchführen lassen würde.
Bei der Frau wäre normalerweise eine erste Messung mit Beginn der Menopause sinnvoll, weil ab diesem Zeitpunkt die Gefahr eines erhöhten Knochenmasseverlustes deutlich zunimmt.
Beim Mann ist der optimale Zeitpunkt einer erstmaligen Messung abhängig von eventuell vorhandenen Risikofaktoren.
Knochendichtemessung - wie oft?
Bei einem normalen Befund reicht in der Regel eine Kontrollmessung nach ungefähr 5 Jahren völlig aus. Liegt jedoch schon eine deutlich erniedrigte Knochendichte vor, so sollte eine Kontrollmessung bereits nach 1 bis 2 Jahren erfolgen.
Sinn der Kontrollmessung ist, das eventuelle Ausmaß eines Knochenmasseverlustes zu beurteilen. Besteht eine hohe Knochendichte bzw. ist der Verlust an Knochenmasse gering, so besteht natürlich auch ein viel geringeres Osteoporoserisiko und umgekehrt.
Besteht jedoch bereits eine Osteoporose und wird diese auch behandelt, so sind Kontrolluntersuchungen in der Regel jährlich oder spätestens alle 2 Jahre notwendig, um den Behandlungserfolg zu kontrollieren.
Letzte Aktualisierung am 04.08.2009.