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Knochenbruch Behandlung - Möglichkeiten


Welche Untersuchungen sind vor der Behandlung eines Knochenbruchs erforderlich?

Der Arzt befragt den Patienten (Anamnese), unter anderem über den ursächlichen Unfall. Er führt eine körperliche Untersuchung durch. Knochenbrüche können an verschiedenen Zeichen erkennbar sein. Auf eine Fraktur können beispielsweise Blutergüsse, Schwellungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen hindeuten. Sichere Zeichen sind z. B. eine deutliche Formveränderung des Körperteils oder ein offener Bruch mit Knochen, der aus der Haut herausragt. Als Absicherung der Diagnose und für die genaue Planung der Behandlung werden Röntgenaufnahmen angefertigt. Andere bildgebende Verfahren können ebenfalls eingesetzt werden, z. B. Computertomographie (CT).


Welche Möglichkeiten der Knochenbruch-Behandlung gibt es?

Nach der Form und dem Ort der Knochenfraktur entscheidet sich, welche Maßnahmen die optimale Behandlung darstellen. Bei fehlender oder geringer Verschiebung der Bruchstücke ist es oft angemessen, es bei einer nichtoperativen (konservativen) Behandlung zu belassen. Bei verlagerten, komplizierten, die Weichteile mit einbeziehenden oder speziellen Brüchen ist meist eine Operation angezeigt.

Konservative Therapie

Zur konservativen Therapie bei Knochenbrüchen gehören bereits die Maßnahmen der ersten Hilfe. Laien sollten nicht versuchen, Knochenbrüche wieder in die richtige Position zu bringen. Zu starke Bewegungen sollten vermieden werden. Der gebrochene Körperteil kann aber abgepolstert werden, z. B. durch Textilien. Es kann wichtig sein, den sonstigen Zustand des Patienten zu kontrollieren und gegebenenfalls Maßnahmen zu ergreifen.

Die konservative Behandlung eines Bruches beinhaltet zunächst gegebenenfalls die fachgerechte Einrichtung der Knochenstücke durch den Arzt. Dann wird der Körperteil stabilisiert. Hierzu können straffe Verbände, ein Gips (heutzutage oft aus Kunststoff) oder spezielle Schienen verwendet werden. Die Knochenheilung wird regelmäßig kontrolliert, unter anderem mit Röntgenbildern. Bei ausreichender Stabilität kann der Gipsverband abgenommen werden.

Operation

Eine Operation bei einer Knochenfraktur kann in örtlicher Betäubung, regionaler Schmerzausschaltung oder in Vollnarkose erfolgen. In dem Eingriff richtet der Arzt die Bruchstücke wieder so ein, wie sie natürlicherweise zusammengesetzt sind. Bisweilen erfolgt dazu eine Kontrolle im Röntgenbild. In vielen Fällen müssen die Bruchstücke aneinander befestigt werden.

Dies kann durch körperfremde Verbindungselemente wie Schrauben, Nägel (beispielsweise so genannte Marknägel im Bereich des Knochenmarks), Platten oder Drähte geschehen. Sie bestehen meist aus Metall, z. B. Titan oder Stahl. Bei bestimmten Frakturen muss bisweilen eine Haltestruktur angelegt werden, die sich zum Teil außerhalb des Körpers befindet (Fixateur externe). Gegebenenfalls werden Weichteilverletzungen behandelt. Selten sind ganz spezielle Maßnahmen in der Operation notwendig.

Am Ende des Eingriffs wird meist ein Drainageschlauch eingelegt. Die Wunde wird vernäht und mit einem Verband versorgt. Es kann auch ein Verband mit Gips oder Schienung erforderlich sein. Bei Bedarf wird im Anschluss eine besondere Nachbehandlung vorgenommen.


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Letzte Aktualisierung am 11.08.2009.

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